Berlin in Gips 1790-1850 - Werke aus der Gipsformerei und den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin
Ort
Rotes Rathaus
Rathausstraße 15
10178 Berlin Mitte
Veranstalter: Gipsformerei
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit der Senatskanzlei des Landes Berlin präsentieren die Staatlichen Museen eine Auswahl an Gipswerken Berliner Bildhauer aus den Jahren 1790-1850. Alte Nationalgalerie, Skulpturensammlung und Gipsformerei haben dafür einzigartige, selten gezeigte Werke zur Verfügung gestellt. Für ein besseres Verständnis der Werke und ihres historischen und baulichen Kontextes sorgen Fotografien aus den Beständen des Bildarchivs Preußischer Kulturbesitz.
Mit Arbeiten von Johann Gottfried Schadow, Friedrich Tieck, Christian Daniel Rauch, Ludwig Wichmann, Friedrich Drake u.a. bietet die Ausstellung ein Panorama der Berliner Bildhauerschule, die nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch im europäischen Maßstab höchste Bedeutung besaß. Die Auswahl folgt weniger einem topographischen Interesse, sondern vermittelt einen Eindruck von der Dynamik gesellschaftlicher Umbrüche, die Preußen prägten. Das Zeitalter Humboldts wird besichtigt.
Die Ausstellung arbeitet mit authentischen Gipsen des 19. Jahrhunderts; sie bringt Entwürfe, Modelle und Abgüsse höchster Qualität zusammen, die einen Einblick in die technische Seite des Umgangs mit diesem Material geben. Der Gips wird in seinem ästhetischen Selbstwert erfahrbar gemacht. Vor allem aber führt die Ausstellung durch die Präsentation von Bauschmuck aus dem Schloss, von Denkmalentwürfen für den städtischen Raum und Porträts berühmter Persönlichkeiten des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens die Vielfalt der Funktionen der Kunst und der Verwendungsmöglichkeiten des Gipses vor Augen. Mit den Gipsen verbindet sich die Entstehung einer neuartigen Erinnerungskultur, die Popularisierung und Verbürgerlichung der Kunst im Zeitalter zwischen den Revolutionen.
Wo finden Sie die Themen dieser Ausstellung noch?
Berlin, Berliner Bildhauerschule, Christian Daniel Rauch, Gips, Johann Gottfried Schadow







