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Für Menschen mit Handicap

Museen ohne Barrieren

Viele Berliner Museen und Gedenkstätten sind barrierefrei, das heißt, Rollstuhlfahrer, und oft auch Menschen mit eingeschränkter Seh- und Hörfähigkeit, können sie ohne Begleitung besuchen. Für Neubauten gilt das generell, aber auch bei Umbauten und Sanierungen historischer Gebäude wird nach Lösungen für diese Besucher gesucht. So können Rollstuhlfahrer dank hochfahrbarer Steinplatten in der Treppe den prächtigen Eingang zum Bode-Museum nutzen wie alle anderen auch. Und der zum Hof verlegte Eingang der Sammlung Scharf-Gerstenberg schafft nicht nur Platz für Kasse und Shop, sondern erleichtert auch Rollstuhlfahrern den Zugang zum Museum.

Vorbildliche Lösungen wurden in letzter Zeit auch bei der Ausstellungsgestaltung gefunden. Im neu eingerichteten Sauriersaal des Museums für Naturkunde können Rollstuhlfahrer – wie auch Kinder – problemlos die Objekte in den Vitrinen anschauen und die Beschriftungen lesen. Im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt sind alle Texte auch in Brailleschrift verfasst.

Mittlerweile bieten viele Berliner Museen auch spezielle Führungen für Menschen mit Handicap an.

Führungen für Blinde und Sehbehinderte

Führungen für Gehörlose und Hörgeschädigte

Führungen für Rollstuhlfahrer

Datenbank Mobidat

Detaillierte Informationen über die Zugänglichkeit der Berliner Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten für Menschen mit Handicap findet man in der regelmäßig aktualisierten Datenbank des Vereins Albatros unter www.mobidat.net. Hier ist zum Beispiel aufgeführt, wie viele Stufen man zu den jeweiligen Ausstellungsebenen überwinden muss, wie breit die Türen sind, welche Hilfen es für Hörgeschädigte, Sehbehinderte und geistig Behinderte gibt, ob spezielle Parkplätze für Behinderte vorhanden sind und sogar, mit welchen (teils rollstuhlgeeigneten) öffentlichen Verkehrsmitteln man zu dem jeweiligen Museum gelangt. Wochentags erhält man auch telefonisch Auskunft unter Tel. 030-74 77 71 15 (Mo-Do 8-17 Uhr, Fr 8-16 Uhr).

Signet "Berlin barrierefrei"

Seit 2004 zeichnet das Land Berlin öffentliche Einrichtungen, Hotels, Restaurants und Geschäfte in Berlin, die bestimmte Mindestkriterien der Barrierefreiheit erfüllen, mit dem Signet „Berlin barrierefrei“ aus. Museen, die sich um das Signet bewerben, müssen unter anderem sicherstellen, dass Rollstuhlfahrer alle Ausstellungsbereiche erreichen und sich zwischen den Exponaten bewegen können, dass die Vitrinen nicht zu hoch und Medienstationen unterfahrbar sind.

Sechs Berliner Museen erhielten bisher das Signet: das Deutsche Historische Museum, das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, das Bröhan-Museum in Charlottenburg, das Musikinstrumenten-Museum am Potsdamer Platz und das Dokumentationszentrum Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Dessen Aussichtsplattform, die den Überblick über den ehemaligen Mauerstreifen ermöglicht, ist auch mit dem Aufzug erreichbar.

 
 
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