Führungen für Blinde
1. Öffentliche Führungen an festen Terminen
1. Halbjahr 2012
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In der Regel einmal im Quartal findet im Neuen Museum eine Führung statt, bei der Blinde und Sehbehinderte in kleinen Gruppen die ägyptische Kunst kennen lernen können. Unter fachkundiger Leitung dürfen ausgewählte Großplastiken berührt und ertastet werden, so dass ägyptische Kunst im wahrsten Sinne "begreifbar" wird.
Eine Anmeldung unter Tel. 030-266 42 42 42 oder service@smb.museum ist erforderlich.
Kosten: 5 Euro zzgl. Eintritt, Begleitperson frei
Treffpunkt: Infostand am Eingang
Montag, 13. Februar 2012, 15–16.30 Uhr
Alliiertenmuseum
Zwei- bis dreimal im Jahr lädt das AlliiertenMuseum in Berlin-Zehlendorf zu Tastführungen durch die ständige Ausstellung "Wie aus Feinden Freunde wurden" ein. Dabei wird auch das britische Transportflugzeug "Hastings" der Royal Air Force auf dem Freigelände des Museums bestiegen. Dieser Flugzeugtyp wurde während der Berliner Luftbrücke 1948/49 eingesetzt.
Teilnehmerzahl: mindestens 3, höchstens 6 Blinde oder Sehbehinderte plus Begleitung
Kosten: keine
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung im Museumsbüro unter 030-81 81 99 90 oder info@alliiertenmuseum.de unbedingt notwendig.
Die Termine für 2012 werden demnächst bekannt gegeben. Gruppen können jederzeit individuelle Termine vereinbaren.
Bode-Museum
Bei den Führungen im Bode-Museum, die in der Regel einmal im Monat stattfinden, begleitet eine Bildhauerin die blinden und sehbehinderten Besucher, informiert über die Künstler und historischen Hintergründe der Skulpturen und erläutert die Bildhauertechniken. Dabei werden verschiedene Plastiken wie das "Porträt eines Kaisers" (Konstantinopel, 4. Jh.) aus Marmor oder der "Raub der Sabinerinnen" (Prag, 17. Jh.) aus Bronze ertastet.
Die Führung findet bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 3 bis maximal 7 Sehbehinderten bzw. Blinden sowie je einer Begleitperson statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 030-266 424242 oder service@smb.museum
Kosten: 6 Euro zzgl. Eintritt, Begleitperson frei
Treffpunkt: Große Kuppel
Samstag, 21. Januar 2012, 16–18 Uhr
Samstag, 18. Februar 2012, 16–18 Uhr
Samstag, 31. März 2012, 16–18 Uhr
Weitere Termine auf Anfrage
Deutsche Guggenheim
Im Deutsche Guggenheim Unter den Linden werden jährlich drei bis vier Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst gezeigt. In der aktuellen Ausstellung "Pavel Althamer: Almech" wird eine Blindenführung für Kinder und Familien angeboten. Anhand eigens angefertigter Tastmodelle erschließen sich die Teilnehmer gemeinsam die Ausstellung und sprechen darüber, was ein Porträt ist und welche Formen es annehmen kann. Anschließend stellen sie selbst Porträts her, die ganz persönliche Abdrücke ihrer Wirklichkeit zeigen.
Kosten: 3 Euro pro Person, 8 Euro pro Familie
Anmeldung unter Tel. 030-20 20 93 11
Sonntag, 15. Januar 2012, 16–17.30 Uhr
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen
Im Museum für Film und Fernsehen - Deutsche Kinemathek findet in der Regel einmal im Quartal ein Rundgang für blinde und sehbehinderte Besucher durch die ständige Ausstellung Film statt. Mithilfe von Hör- und Tasteindrücken wird die deutsche Filmgeschichte vermittelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Filmlegende Marlene Dietrich.
Die Führung findet bei einer Zahl von mindestens drei bis maximal sechs Teilnehmern sowie je einer Begleitperson statt. Um eine Anmeldung bei der MuseumsInformation unter Tel. 030-24749-888 oder museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de wird gebeten.
Kosten: Eintritt und Führung 7,50 Euro, Begleitpersonen kostenlos.
Mittwoch, 14. März 2012, 15–16.30 Uhr
Deutsches Technikmuseum
Das Deutsche Technikmuseum organisiert in der Regel jeden ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr eine Führung für blinde und sehbehinderte Personen. Treffpunkt ist der Kassenbereich im Haupthaus des Museums.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kosten: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro zzgl. 1,50 Euro Eintritt, Begleitperson frei
Gruppen ab 10 Personen können auch Termine vereinbaren unter Tel. 030-902 54-124 oder per E-Mail: fritzsche(at)sdtb.de
Im Dezember 2011 und Januar 2012 finden keine Blindenführungen statt. Die nächste Führung findet am 5. Februar 2012 in der kürzlich eröffneten Ausstellung "Windstärken" statt.
Gemäldegalerie
In der Regel einmal im Monat führt Heike Hamann durch die Gemäldegalerie am Kulturforum. Dabei dürfen zwar keine originalen Gemälde berührt werden, aber eine Gemäldekopie sowie Dinge, die der Maler für seine Arbeit benötigt. Mithilfe von Reliefzeichnungen können die Umrisslinien der Bildkomposition ertastet werden, an Stoffmusterpausen und unterschiedlichen Stoffproben lassen sich Linien und Strukturen erfühlen. Mehrere Sinne werden angesprochen, um vor dem inneren Auge eine Vorstellung von Cranachs "Jungbrunnen", von Pollaiuolos berühmtem Frauenbildnis im Profil oder einer italienischen Madonnendarstellung aus dem 15. Jahrhundert entstehen zu lassen.
Die Führung findet mit mindestens 3 und maximal 7 Personen sowie je einer Begleitperson statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 030-266 42 42 42 oder service@smb.museum
Kosten: 6 Euro zzgl. Eintritt, Begleitperson frei
Treffpunkt: Information
Samstag, 17. Dezember 2011, 16–18 Uhr
Samstag, 14. Januar 20112, 16–18 Uhr
Samstag, 11. Februar 20112, 16–18 Uhr
Samstag, 24. März 20112, 16–18 Uhr
Weitere Termine auf Anfrage
Georg-Kolbe-Museum
Das Georg-Kolbe-Museum bietet regelmäßig Tastführungen unter der Leitung von Anja Winter an. Für alle Führungen wird um eine Anmeldung gebeten unter Tel. 030-76 76 99 09 oder E-Mail: tastkunst[at]gmx.net
Die Begleitperson ist bei allen Führungen frei, wenn der Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „B“ enthält.
In den Führungen im Skulpturenhof und Skulpturengarten des Museums geht es um die menschliche Gestalt und ihre Bewegung im Raum.
Kosten: 3 Euro zzgl. 6 Euro Führungsgebühr
Samstag, 9. Juni 2012, 11 Uhr
Weitere Führungen finden im Georg-Kolbe-Hain in der Nähe des Museums statt, in dem fünf großen Plastiken des Bildhauers aufgestellt sind.
Achtung: Diese Führung ist witterungsabhängig. Deshalb ist ein Anruf am Vortag unbedingt erforderlich! Bitte möglichst in rutschfestem Schuhwerk und mit Begleitung erscheinen.
Treffpunkt vor dem Museum
Kosten: 6 Euro
Samstag, 12. Mai 2012, 11 Uhr
Samstag, 23. Juni 2012, 11 Uhr
Im Juli werden außerdem drei Führungen durch die Sonderausstellung "Bildhauergruppe ODIOUS" angeboten.
Sonntag, 15. Juli 2012, 11 Uhr
Sonntag, 22. Juli 2012, 11 Uhr
Sonntag, 29. Juli 2012, 11 Uhr
Kosten: 3 Euro zzgl. 6 Euro Führungsgebühr
Märkisches Museum
Im Märkischen Museum zeigt die Stiftung Stadtmuseum Berlin eine Ausstellung zur Geschichte Berlins, die als Rundgang durch verschiedene Stadtviertel angelegt ist. Im April findet hier eine Führung unter dem Titel "Berlin ist ja so groß, sooo groß" für sehschwache und blinde Besucher statt.
Die Führung kostet 5 Euro einschließlich Eintritt (Begleitperson frei), anmelden muss man sich unter Tel. 030-24002-162.
Mittwoch, 18. April 2012, 16 Uhr
Martin-Gropius-Bau
Der Martin-Gropius-Bau gehört zu den schönsten Ausstellungsgebäuden in Deutschland. Das Führungsnetz der Kulturprojekte Berlin bietet 2012 vier Führungen für Blinde durch das Gebäude an. Dabei werden nicht nur Architektur und Geschichte des Hauses thematisiert, sondern auch seine geschichtsträchtige Umgebung mit dem Abgeordnetenhaus, den Resten der Berliner Mauer, der „Topographie des Terrors“ und dem Potsdamer Platz.
Der Rundgang dauert 90 Minuten, es können bis zu 6 Personen daran teilnehmen. Eine Anmeldung bei der MuseumsInformation Berlin ist erforderlich: Tel. 030-24749-888 oder museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de
Kosten: 7,50 pro Person. Der Eintritt ist frei. Die ärztlich als notwendig anerkannte Begleitperson zahlt keine Führungsgebühr.
Donnerstag, 8. März 2012, 16 Uhr
Donnerstag, 14. Juni 2912, 16 Uhr
Museum für Asiatische Kunst
Im Januar findet im Museum für Asiatische Kunst in Berlin-Dahlem eine Familienführung in der Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentralasien statt. Thema sind die vielen weiblichen und männlichen Gottheiten, die die Inder verehren. Es gibt Götter in menschlicher und in Tiergestalt, aber auch Mischwesen. In der Führung lernen die Teilnehmer die beliebtesten Götter, ihre Wohnorte, ihre Kleidung und ihre Familien kennen.
Es können 3 bis 8 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Anmeldung bei Anja Winter, Tel. 030-76769909, E-Mail: tastkunst@gmx.net, oder über Tel. 030-8301-438
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt
Treffpunkt: 15.20 Uhr an der Information im Foyer der Museen Dahlem
Sonntag, 8. Januar, 15.30–16.30 Uhr
2. Führungen auf Anfrage
In der Blindenwerkstatt Otto Weidt, wo unter dem Schutz des Besitzers noch Ende der dreißiger Jahren blinde und nicht-blinde Juden arbeiten konnten, als anderswo längst Arbeitsverbot für sie galt, können Führungen für Blinde unter Tel. 030-285 99 407 vereinbart werden. Die Texte zur Ausstellung sind auch in Blindenschrift verfasst, außerdem werden Audioguides zur Verfügung gestellt.
Das Deutsche Historische Museum bietet eine Führung für blinde und sehbehinderte Besucher an, die einen Einblick in die Entwicklung Deutschlands von der römischen und germanischen Siedlungsgeschichte bis zum Zeitalter der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts gibt. Dabei können ausgewählte Exponate wie Rüstungsteile, Kanonen oder Grabsteine ertastet werden.
Die Führung findet bei entsprechender Nachfrage halbjährlich statt. Einzelpersonen können sich beim DHM anmelden, sie zahlen 4 Euro Führungsgebühr zzgl. 5 Euro Eintritt. Gruppen können Termine vereinbaren (bis zu 20 Teilnehmer), die Führung kostet 75 Euro zzgl. 5 Euro Eintritt pro Person.
Anmeldung beim Besucherservice unter Tel. 030-20304-751 oder fuehrung@dhm.de
Gelegentlich werden im Gaslaternen-Freilichtmuseum im Tiergarten Führungen für Blinde und Sehbehinderte durchgeführt. Ein Hubwagen hebt die Teilnehmer auf die Höhe der Laternen, wo sie die die Form der Lampe ertasten und die Wärme der sich entzündenden Flamme fühlen können.
Interessierte können sich beim Deutschen Technikmuseum Berlin unter Tel. 030-90 245 124 melden.
Seit Mai 2011 bietet die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen regelmäßig Führungen für blinde Menschen an. Beim 90-minütigen Rundgang durch das ehemalige Stasi-Gefängnis können Originalgegenstände wie Trinkbecher, Löffel, Gabel, Handschellen und Schlüssel angefasst werden. Führungsanfragen können an den Besucherdienst (Tel. 030-98608230) gestellt werden. Die Größe der Gruppen ist auf neun Personen inklusive Begleitpersonen beschränkt, die Mindestteilnehmerzahl beträgt drei Personen. Größere Gruppen werden geteilt und in kurzem Abstand getrennt voneinander durch die Gedenkstätte geführt.
Führungen für Blinde im Jüdischen Museum Berlin können auf Anfrage gebucht werden. Es gibt ein Dutzend Objekte, die ertastet werden dürfen, so z.B. ein Architekturmodell des Libeskind-Baus, ein Synagogenfenster, ein Chuppa-Stein oder eine Hausierertrage. Information und Anmeldung: Antje Spielhagen, Tel. 030-25 993 305, E-Mail: fuehrungen@jmberlin.de
Beim Rundgang im Museum für Film und Fernsehen - Deutsche Kinemathek erhalten blinde und sehbehinderte Filmenthusiasten mit Hilfe von Hör- und Tasteindrücken Einblicke in die deutsche Filmgeschichte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Filmlegende Marlene Dietrich. Die 90-minütige Führung kostet 50 Euro, hinzu kommen 3 Euro Eintritt pro Person. Eine Anmeldung ist unbedingt nötig bei der MuseumsInformation Berlin, Tel. 030-24749 883, museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de
Das Museum für Naturkunde bietet in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin Führungen an, bei denen besondere Objekte aus der wissenschaftlichen Sammlung betastet werden. Buchung unter E-Mail: info@absv.de oder Tel. 030-895-880 (Detlef Friedebold)
Im Werkbundarchiv - Museum der Dinge können Blinde und Sehbehinderte an einer Vermittlungs-Tour durch das "Offene Depot" des Museums teilnehmen.
Die Führung kombiniert eine Einführung in die Thematik der Schausammlung mit dem „Begreifen“ ausgewählter Objekte, die den TeilnehmerInnen eine
Auseinandersetzung mit dem Für und Wider der vom Deutschen Werkbund
vertretenen Standards – wie z.B. Funktionalität, gute Formgebung und
Nachhaltigkeit – ermöglicht. Es wird besonders auf die Problematik normierter
Funktionsformgebung und widersprüchlicher Ansprüche an die zeitgenössische
Ding- und Warenwelt eingegangen.
An der etwa 90-minütigen Führung können maximal 8 Personen plus die jeweilige Begleitung teilnehmen, sie kostet für die Gruppe 45 Euro.
Information und Anmeldung unter Tel. 030-921063-11
Auch in einigen Schlössern der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg werden auf Anfrage Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher organisiert. Bei allen Veranstaltungen können ausgewählte Plastiken, Stoffe oder Dekorationen berührt werden.
Information und Anmeldung für alle Führungen bei Wilma Otte, Tel. 0331-96 94-194, E-Mail: handicap@spsg.de
- Im Schloss Charlottenburg erhalten die Besucher in der Führung "Rokoko begreifen" Einblicke in den von Friedrich dem Großen erbauten Neuen Flügel und in die Gartenkunst des 18. Jahrhunderts.
- Im Neuen Palais, dem prunkvollsten Schlossbau Friedrichs des Großen, werden die mit kostbaren Möbeln, Porzellanen und Gemälden ausgestatteten Appartements seiner Gäste besichtigt. Einen Höhepunkt der Führung bildet der Grottensaal, in dessen Wände Muscheln eingearbeitet sind.
- In den Neuen Kammern am Schloss Sanssouci, einem Gästeschloss Friedrichs des Großen, wird eine Führung unter dem Titel "Die Metamorphosen des Ovid" angeboten. Der Rundgang durch das Haus führt durch die Säle, die für Konzerte und höfische Festlichkeiten geschaffen wurden, wie auch durch die intimen Wohnräume der königlichen Gäste. Prägend für das Schloss ist die "Ovidgalerie", ein mit zahlreichen Spiegeln und vergoldeten Stuckreliefs ausgestatteter Saal, der Geschichten aus der Welt der antiken Götter erzählt.
- In der Führung „Ein italienischer Traum“ stehen Schloss Charlottenhof, das Karl Friedrich Schinkel für Friedrich Wilhelm IV. erbaute, und der von Peter Joseph Lenné angelegte Park Charlottenhof im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erhalten einen Eindruck vom Lebensgefühl und Kunstgeschmack des beginnenden 19. Jahrhunderts.
- In der Orangerie, dem größten Gebäude im Park von Sanssouci, wird die Führung „Zwischen Malachit und Lapislazuli“ angeboten. Das Innere der Orangerie wurde nach dem Geschmack Friedrich Wilhelms IV. ausgestattet. Kostbare Steine, prunkvolle Dekorationen und eine Vielzahl von Skulpturen zeugen von der Wohnkultur des 19. Jahrhunderts.
Weitere Führungen für Blinde und Sehbehinderte in Berliner und Potsdamer Museen und anderen Einrichtungen finden Sie auf der Website des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin.







