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Museen für Kinder

Museen für Kinder

Blick von oben auf ein aud Trennwänden aufgebautes Labyrinth
Labyrinth Kindermuseum, Ausstellung "Alle anders anders". Blick auf den großen Irrgarten. © Labyrinth Kindermuseum Berlin, Foto: Ulrich Sülflow

Berlin hat gleich vier Museen, die sich ganz an Kinder richten: Das Labyrinth Kindermuseum im Wedding und das Kindermuseum im FEZ Wuhlheide präsentieren auf ihrer gesamten Fläche Wechselausstellungen, bei denen das Lernen durch Erleben, Ausprobieren und Erforschen im Vordergrund steht. Das MACHmit! Museum für Kinder in einer ehemaligen Kirche im Prenzlauer Berg zeigt rund um ein riesiges Kletterlabyrinth kleinere Ausstellungen und veranstaltet regelmäßig künstlerische Workshops. Das Jugend Museum Schöneberg vermittelt in phantasievollen Ausstellungen, Projekttagen, Geschichtswerkstätten, künstlerischen Workshops und Stadterkundungen die Geschichte des Bezirks und seiner Bewohner.
Auch das Puppentheater-Museum begeistert vor allem Kinder. Hier können sie hinter die Kulissen blicken und werden ganz verschiedene Figuren zum Geschichtenerzählen finden.

Im Dahlemer Ethnologischen Museum zieht es Kinder vor allem in die Indianer-Ausstellung und die Südseeabteilung mit den Booten. Sie dürfen auch unter das zeltförmige Dach des hölzernen Männerklubhauses von den Palau-Inseln klettern.

Ausmodellierter Kopf eines fleischfressenden Dinosauriers, setzt sich nach hinten als Skelett fort.
Museum für Naturkunde, Kopfmodell des Allosaurus. © Carola Radke, Museum für Naturkunde Berlin

Das Museum für Naturkunde ist bei allen Kindern beliebt – kein Wunder. Wo sonst kann man schon ein echtes, riesiges Saurierskelett sehen? Auch den präparierten Gorilla und die altmodischen Dioramen der heimischen Tierwelt finden Große und Kleine faszinierend. Mit der regionalen Naturgeschichte befassen sich die Ausstellungen der Naturwissenschaftlichen Sammlung des Stadtmuseums. Tiere und Pflanzen des Waldes können Kinder im Waldmuseum näher kennenlernen, das auch Nachtwanderungen und Waldtage anbietet.

Im Deutschen Technikmuseum wird sich kein Kind langweilen. Quer durch die Technikgeschichte gibt es in allen Abteilungen Vorführungen und Stationen, an denen jeder selbst etwas ausprobieren kann. Ob Eisenbahn, Luftfahrt, Schifffahrt, Nachrichtentechnik, Drucktechnik, Textiltechnik, Film und Fotografie, Energietechnik oder Historische Werkstatt – hier wird sich für jedes Interesse etwas finden lassen. Zum Technikmuseum gehört das Science Center Spectrum, die wohl vergnüglichste Art des Physikunterrichts. 250 Experimente vermitteln die Grundgesetze der Akustik, Optik, Schwerkraft, Elektrizität und des Magnetismus.
Wer von Fahrzeugen aller Art noch nicht genug hat, sollte sich das S-Bahn-Museum, das U-Bahn-Museum und natürlich das Feuerwehrmuseum nicht entgehen lassen.

Wenn man lieber mehr darüber herausfinden möchte, wie Verständigung funktioniert – ob durch Begrüßungsgesten, Signale oder Sprache – ist man im Museum für Kommunikation richtig. Im Lichthof lädt ein Roboter zum Fußballspielen ein.

Rund ums Geld geht es im Museum der Staatlichen Münze Berlin. In der extra für Kinder konzipierten Ausstellung „KleinGeld“ können exotische Zahlungsmittel erraten oder selbst Münzen geprägt werden.


Einfache, niedrige  reetgedeckte Hütte mit aus Ästen geflochtenem Zaun davor
Museumsdorf Düppel, Außenansicht. © Museumsdorf Düppel | Stiftung Stadtmuseum Berlin. Foto: Straube

Spannend für Naschkatzen ist das Zuckermuseum, hier lässt sich alles über die Geschichte der Zuckergewinnung erfahren. An Sonn- und Feiertagen gibt es Vorführungen zur Zuckerkunst.
Wer es etwas gesünder mag, lernt in der Britzer Mühle und der Bockwindmühle Marzahn, wie aus Getreide Mehl entsteht und kann dann auch das daraus frisch gebackene Brot kosten. Wie das Korn bis zur Ernte heranwächst, lässt sich in der Domäne Dahlem verfolgen, und vieles Spannende mehr zum Leben auf dem Bauernhof. Die Kinder können Pferde streicheln, Hühner füttern oder mit dem Traktor über den Acker fahren.
Auch im Museumsdorf Düppel werden Felder bestellt, Haustiere gezüchtet und alte Handwerkstechniken vorgeführt. Auf den Grundrissen einer Siedlung wurde hier ein mittelalterliches Dorf rekonstruiert. Wie das Leben damals ausgesehen haben könnte, kann hier zwischen Schmieden und Töpferinnen, Schafen und Schweinen erlebt werden.

Blick auf ein aufgestelltes Skelett eines Elchs
Museum für Vor- und Frügeschichte im Neuen Museum. Skelett eines Elches. Um 10700 v. Chr. Raum „Alt- und Mittelsteinzeit“. © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker

Noch weiter in die Vergangenheit reisen Kinder im Museum für Vor- und Frühgeschichte – bis zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte. Doch nicht nur Überreste aus der Steinzeit sind zu bestaunen, sondern auch glänzende Schätze wie der Berliner Goldhut aus der Bronzezeit und die reichen Grabbeigaben der Merowinger. Das Deutsche Historische Museum ist für geschichtsinteressierte Kinder genauso spannend. Hier wird speziell die deutsche Geschichte von den frühen Kulturen bis zur Wiedervereinigung 1990 erzählt. Auf zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte wird im Jüdischen Museum Berlin zurückgeblickt. Auf der Kinderinsel kann das Gesehene in Bildern kreativ verarbeitet werden, noch mehr Informationen erhält man an den Computerstationen des Rafael Roth Learning Centers. Auf das Leben in der DDR hat sich das DDR Museum spezialisiert. Man kann in einem Trabi sitzen und in Schränken und Schubladen stöbern. Ob Kinder in der Vergangenheit anders gespielt, gelernt und gelebt haben, ist in der Sammlung Kindheit und Jugend zu erfahren. Auch in den meisten Bezirksmuseen werden viele interessante Geschichten über die Vergangenheit erzählt.

In die Vergangenheit blickt auch, wer in den nächtlichen Sternenhimmel schaut. Noch besser als mit dem bloßen Auge kann man dies in den Berliner Sternwarten und Planetarien – der Archenhold-Sternwarte, dem Berliner Planetarium und Sternwarte Wilhelm Foerster und dem Zeiss-Großplanetarium. In bilderreichen Geschichten wird Kindern der Sternenhimmel mit seinen Geheimnissen näher gebracht.

 
 
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