Schlösser für den Staatsgast – Schönhausen und Augustusburg

Staatsbesuche im geteilten Deutschland

Schloss Schönhausen

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Im Mai 1965 wird Queen Elizabeth II. von Bundespräsident Heinrich Lübke mit höchsten Ehren in Brühl bei Bonn empfangen: Es ist der prächtigste Staatsbesuch in der Geschichte der noch jungen Bundesrepublik. Ein Jahr später, im Juni 1966, ist der ungarische Generalsekretär János Kádár in Ost-Berlin zu Gast, als erster offizieller Besucher im neu eingerichteten Gästehaus des DDR-Ministerrates.

Zwei Staatsbesuche – zwei gegensätzliche politische Systeme – zwei Schlösser: Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung zweier Staaten in Deutschland ringen beide Länder um internationale Anerkennung. In West wie Ost setzt man dabei auf Staatsbesuche als wirkungsvolles Mittel der außenpolitischen Selbstdarstellung. Zwei Schlösser werden zur Bühne dieser diplomatischen Bemühungen: Schloss Schönhausen in Berlin und Schloss Augustusburg in Brühl bei Bonn. Mit festlichen Staatsbanketten, Empfängen des diplomatischen Corps und dem Austausch von Geschenken versuchen die jeweiligen Regierungschefs, ihre Gäste zu beeindrucken – und dies ganz bewusst in den prunkvollen Schlossräumen des 18. Jahrhunderts.

Die Ausstellung, die an beiden historischen Schauplätzen gezeigt wird, stellt die Repräsentationsorte zweier gegensätzlicher politischer Systeme einander gegenüber. Im Fokus stehen dabei die unterschiedlichen Rollen, die beide Schlösser zu erfüllen hatten: Schönhausen als Staatsgästehaus der DDR-Regierung, Augustusburg als prächtige Kulisse für Staatsempfänge der Bundesregierung. Mit zahlreichen Fotografien, Film- und Tonausschnitten werden die Abläufe der Staatsbesuche in Ost und West veranschaulicht und ihre politische Zielsetzung beleuchtet. Authentische Objekte – darunter eine Auswahl von Staatsgeschenken oder eine festlich gedeckte Tafel – eröffnen einen ganz besonderen Blick auf Selbstinszenierung und Selbstverständnis der beiden deutschen Staaten.

Im Schloss Augustusburg ist die Ausstellung vom 30. Juli bis 1. November 2016 zu sehen.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der UNESCO-Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.

Schloss Schönhausen
Tschaikowskistraße 1
13156 Berlin

Telefon
+49 (30) 40 39 49 26 22
Führungsbuchungen
+49 (331) 96 94 200
Fax
+49 (30) 40 39 49 26 26
Website
www.spsg.de/aktuell…

Schlösser für den Staatsgast – Schönhausen und Augustusburg. Staatsbesuche im geteilten Deutschland, herausgegeben von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der UNESCO-Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, 144 Seiten, 118 Abb., farbig und sw, 28,5 x 23 cm, Festeinband, ISBN 978–3–95498–216–5, in der Ausstellung 19,80 Euro, im Buchhandel 34 Euro

Montag
Geschlossen
Dienstag - Sonntag
10:00 - 18:00 Uhr
Letzter Einlass
1 Std. vor Schließung

Da die Anzahl der Eintrittskarten pro Tag begrenzt ist, empfehlen wir Ihnen, frühzeitig ein Zeitfenster-Ticket mit fester Einlasszeit im Online-Ticketshop zu buchen: tickets.spsg.de

Eintrittspreis
6,00 €
Preis ermäßigt
5,00 €

Eintritt im regulären Schlosseintritt enthalten. Familienkarte: 12,00 € (gültig für 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

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