Museumswohnung WBS 70

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Die 3-Zimmer-Wohnung in der Hellersdorfer Straße 179 sieht noch so aus wie 1987, als sie bezogen wurde. Als die Häuser im Grabenviertel 2004 saniert wurden, ließ die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft eine Wohnung unverändert und richtete sie als Museumswohnung ein. Alle Möbel und Ausstattungsgegenstände stammen aus DDR-Produktion, etwa die Spanplatten-Schrankwand mit Colorett-Farbfernseher und die Velours-Sitzecke im Wohnzimmer, Bettwäsche und Gräser-Tapete im Schlafzimmer oder der Foron-Herd in der Küche.
In einer solchen Wohnung lebte eine Familie mit ein oder zwei Kindern. Fast die Hälfte der in Hellersdorf gebauten Wohnungen war wie diese ausgelegt. Die Montage in Plattenbauweise – der Wohnungsbauserie 70 – und der Ausbau einschließlich der Installationen dauerten nur 18 Stunden. Entsprechend schnell konnte die Hellersdorfer Siedlung mit ihren 42 000 Wohnungen in den 1980er-Jahren hochgezogen werden. Die Ausstattung der Wohnungen war einfach: Die Türen bestanden aus einem Holzrahmen und Pappwaben, die mit Folie in Holzimitat überzogen waren, die Tapeten wurden auf die bloßen Betonwände geklebt, die Fensterbänke waren aus Leichtbeton. Filz- oder PVC-Spannteppiche dämmten die Schritte.

Museumswohnung WBS 70
Hellersdorfer Straße 179
12627 Berlin

Telefon
+49 (151) 16 11 44 47
Website
www.stadtundland.de/Serv…
Montag-Samstag
Geschlossen
Sonntag
14:00 - 16:00 Uhr

An Feiertagen geschlossen

Eintritt frei
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