Zucker-Museum

Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

In Berlin wurde »Zuckergeschichte« geschrieben. Hier entdeckte der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf 1747 den Zucker in der Runkelrübe. Sein Schüler Franz Carl Achard experimentierte später in Berlin-Kaulsdorf mit Rübenanbau und Zuckergewinnung, bis er 1799 dem preußischen König den ersten Zucker aus Rüben präsentieren konnte. Seit mehr als 100 Jahren gibt es im Zucker-Museum nicht nur die Geschichte des Rübenzuckers, sondern auch die des Rohrzuckers und anderer süßer Stoffe zu entdecken – und zwar in all ihren Aspekten: Chemie und Biologie, Kulturgeschichte und Politik, Landwirtschaft und Industrie, Handel und Konsum, Ernährung, Volkskunde und Kunst. Warum ist der Zuckerhut ein Hut? Wie wird Zucker gewonnen, und was hat eine Kröte mit Zucker zu tun? Zu bestaunen sind nicht nur Vögel aus Zucker, sondern auch eine alte bolivianische Zuckerrohrmühle und das Modell der ältesten Rübenzuckerfabrik der Welt. Analysegeräte geben Einblick in die Zuckergewinnung, Erzeugnisse wie Essig, Alkohol, Dünger, Futtermittel, Pappen und Innenverkleidungen von Autos zeigen, was aus den Nebenprodukten der Zuckerherstellung gemacht wird.

Seit 5. November 2012 ist das Museum geschlosssen. Neuer Standort wird das Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg. Dort wird die modernisierte Ausstellung zur Zucker-Thematik voraussichtlich Ende 2014 neu eröffnet werden.

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