Friedrichs Montezuma. Macht und Sinne in der preußischen Hofoper
26. Januar 2012 - 24. Juni 2012
In Zusammenarbeit mit dem Iberoamerikanischen Institut und dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Website zur AusstellungAm 6. Januar 1755 gab es im Königlichen Opernhaus Unter den Linden eine ganz besondere Premiere: Präsentiert wurde mit der Oper Montezuma ein Werk, für das Friedrich II. selber das Textbuch entworfen hatte. Hofkapellmeister Carl Heinrich Graun hatte die Handlung um die Eroberung Mexikos vertont. Das Stück führte vor, wie die spanischen Eroberer den Aztekenkaiser Montezuma durch List überwinden und ihn schließlich sogar gefangen nehmen. Obwohl Montezumas heldenhafte Verlobte einen Rettungsplan entworfen hat, scheitern alle Bemühungen um einen friedlichen Ausgang: Das Stück endet mit Montezumas Untergang und einem grausamen Gemetzel, das die Spanier unter den Azteken anrichten. Der königliche Textdichter brachte auf diese Weise seine Abscheu vor religiöser Intoleranz und Verfolgung zum Ausdruck und schlug damit ein Thema an, das sich wie ein roter Faden durch den Diskurs der Aufklärung zieht.
Die Ausstellung zeigt die textlichen und musikalischen Quellen zu Montezuma, sie informiert über die Entstehung des Werkes und über seine gedanklichen Grundlagen. Darüber hinaus macht sie die faszinierende Welt des höfischen Theaters mit zahlreichen Objekten, Modellen, Hörbeispielen und filmischen Sequenzen auch sinnlich erfahrbar.
Wo finden Sie die Themen dieser Ausstellung noch?
Amerika, Aufklärung, Friedrich II., Friedrich300, Indianer, Mexiko, Moctezuma, Montezuma, Musik, Oper, Preußen







