Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin - Eine Ausstellung im Nordbahnhof
Ab 09. November 2009
Website zur Ausstellung
Die Ausstellung im S-Bahnhof Nordbahnhof erinnert an ein besonderes Kapitel der Teilungsgeschichte Berlins: an die stillgelegten und bewachten Bahnhöfe der U- und S-Bahn-Linien in Ost-Berlin, die nur vom Westen aus durchfahren werden konnten.
Drei U- und S-Bahnen-Linien im West-West-Verkehr, die Ost-Berlin unterquerten, hatten in der Zeit zwischen 1961 und 1989 eine Sonderstellung im ansonsten geteilten Verkehrsnetz der Stadt: die heutigen U-Bahn-Linien 6 und 8 und die Nord-Süd-Bahn der S-Bahn. Die Züge dieser Linien hielten nicht mehr auf den verwaisten Bahnhöfen in Ost-Berlin und konnten von dort aus nicht benutzt werden. Für West-Berliner Fahrgäste blieb die Durchfahrt unter Ost-Berlin bei aller Gewöhnung eigenartig. Deshalb wurden die stillgelegten Bahnhöfe in West-Berlin "Geisterbahnhöfe" genannt: Die Züge fuhren langsam und ohne Halt hindurch, in schummrigem Licht standen auf den Bahnhöfen bewaffnete Wachposten und vor der Durchfahrt wurde in der U-Bahn per Lautsprecher gewarnt: "Letzter Bahnhof in Berlin West!" Die Ausstellung nimmt die Themen der Gedenkstätte – Teilung der Stadt, Fluchtbewegung und das Leben mit den Grenzsperranlagen – am Beispiel des Untergrunds von Berlin auf und integriert auch die Perspektiven der Ost-Berliner, die einerseits keinen Zugang mehr zu den in den Westen fahrenden Zügen hatten und andererseits die unterirdischen Fahrtunnel als Fluchtmöglichkeit zu nutzen versuchten.
Wo finden Sie die Themen dieser Ausstellung noch?
Berliner Mauer, Flucht, Grenzbahnhof, S-Bahn, Teilung, U-Bahn, Untergrund






