Koloniale Kunst aus Lateinamerika - Prozesse gegenseitiger Aneignung
Ab 22. Oktober 2005
Veranstalter: Ethnologisches Museum
In Zusammenarbeit mit dem Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin
Das Ethnologische Museum präsentiert in einer neuen Dauerausstellung seine vielfältigen und bedeutenden Kunstwerke aus der Kolonialzeit Lateinamerikas. Die bisher nur vereinzelt in der ständigen Sammlung gezeigten Objekte können nun erstmals gemeinsam präsentiert werden. Darüber hinaus konnte das Ethnologische Museum gezielte Ankäufe für die Neupräsentation tätigen.
Die Kunstwerke aus der Kolonialzeit verdeutlichen eine gegenseitige Aneignung der Kulturen: inkaische Hemden mit Seidenstickereien im europäischen Stil, indianisch anmutende Madonnen, mexikanische Stammbäume in denen sich autochthone und europäische Bildtraditionen vermengen oder Marienbilder in traditionell aztekischer Federarbeit. Die Vielschichtigkeit und besondere Form dieser Objekte aus dem 16. bis 19. Jahrhundert belegt einen langen bis heute nicht endenden dynamischen Prozess des gegenseitigen Einflusses bis hin zur Nutzung und Umwandlung fremder Bräuche für die eigene Kultur.
Wo finden Sie die Themen dieser Ausstellung noch?
Kolonialismus, lateinamerika







