Schloss Paretz - Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
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Schloss Paretzhttp://www.spsg.de/index.php?id=64
David Gilly erbaute das schlicht anmutende Schloss Paretz im Jahr 1797 für den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm III. und dessen Gemahlin Luise auf dem Grundriss eines alten Gutshauses. Wenig später ließ der Baumeister das gesamte Dorf von Grund auf umgestalten und schuf damit ein bedeutendes Zeugnis preußischer Landbaukunst. Das Ensemble von Schloss und Dorf bildete als klassizistisches Gesamtkunstwerk die reizvolle Kulisse für die mehrwöchigen Sommeraufenthalte der königlichen Familie in den Jahren 1797 bis 1805. Nach dem frühen Tod Königin Luises im Jahr 1810 nahm das Schloss den Charakter eines Gedenkortes an. Die bürgerlich-frühklassizistischen Räume erfuhren bis 1945 keine wesentliche Veränderung mehr.
Nach Jahrzehnten anderweitiger Nutzung und einer umfangreichen Restaurierung des Hauses präsentiert sich die königliche Wohnung heute wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit. Die kunstvollen Paretzer Papiertapeten, die in Berliner Manufakturen handgemalt oder gedruckt wurden, lassen paradiesische Gärten erblühen und verbinden Innen- und Außenraum zu einer harmonischen Einheit. Gemeinsam mit dem erlesenen Mobiliar zeugen sie vom hohen Niveau der Raumkunst um 1800.
In der Schlossremise zeigt eine Dauerausstellung prachtvolle historische Kutschen, Schlitten und Sänften aus den Marstallsammlungen des preußischen Königshauses. Darunter befinden sich die älteste höfische Kinderkutsche Europas aus dem Jahr 1690 sowie Wagen und Sänften Friedrichs des Großen.
Wo finden Sie die Themen dieses Museums noch?
David Gilly, Friedrich Wilhelm III., Klassizismus, Kutschen, Landbaukunst, Luise, Tapeten







