Die Eremitage im Neuen Garten wird rekonstruiert
Die Eremitage im Neuen Garten wird rekonstruiert
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wird die Eremitage im Potsdamer Neuen Garten wieder errichten. Sie schmückte als eine von vielen Parkarchitekturen die Umgebung des Marmorpalais, das Friedrich Wilhelm II. ab 1787 am Westufer des Heiligen Sees bauen ließ. Hofzimmerermeister Johann Gottlob David Brendel (1753-1803) errichtete die fensterlose Hütte aus Borke und Baumstämmen mit dem schilfgedeckten, spitzbogigen Dach. Das Innere dieser Eremitage, die typisch für die sentimentalen Gärten der Zeit war, stand in auffallendem Gegensatz zum schlichten Äußeren: Der Boden war aus farbigem Marmor, die Wände vertäfelt, die Decke bemalt. In den vier Rundbogennischen standen auf hohen Sockeln Gipsabgüsse der antiken Lycomedes-Gruppe.
Die Eremitage verfiel nach 1945 und wurde 1964 im Zuge des Ausbaus der DDR-Grenzanlagen am Jungfernsee abgetragen. Die eingelagerten Teile der hölzernen Innenausstattung sind stark geschädigt und kaum mehr verwendbar. Der Wiederaufbau der Eremitage wird durch den Rotary-Club Potsdam ermöglicht und soll im September dieses Jahres abgeschlossen sein.






