Museum „Häftlingsküche“ eröffnet
Neue Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen
In der Gedenkstätte Sachsenhausen wurde gestern eine Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers von 1936 bis 1945 eröffnet. Sie ist die zentrale Ausstellung der elf über das gesamte Gelände verteilten, jeweils spezifischen Aspekten gewidmeten Dauerausstellungen. In der ehemaligen Häftlingsküche werden auf 300 Quadratmetern Organisation und Aufbau des Lagers, die Zusammensetzung der Häftlingsgesellschaft, das Leben im Lager und Gewalt und Tod behandelt.
Ein neu produzierter Film und ein interaktives Lagermodell führen in die Ausstellung ein. Gezeigt werden unter anderem Mobiliar aus einer Häftlingsbaracke, der Prügelbock, auf dem die Häftlinge oft so geschlagen wurden, dass sie an den Folgen starben, der transportable Galgen und die Leichenkarre. Ausgestellt sind auch die wenigen persönlichen Dinge, die sich die Häftlinge, die nichts besitzen durften, heimlich anfertigten. Erstmals sind Fotos aus der politischen Abteilung des Lagers zu sehen, die ein norwegischer Häftling vom Gelände schmuggeln konnte. Zugänglich ist auch der historische Kartoffelschälkeller mit Wandzeichnungen von Häftlingen.






