Kändler-Figuren restituiert
Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt drei Meißner Porzellangruppen zurück

Zwei der restituierten Meißner Porzellangruppen von Johann Joachim Kändler: Wiedehopfe, 1736 und 1741. Höhe: 31 cm. © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum. Foto: Saturia Linke
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat drei Meißner Porzellangruppen aus der ehemaligen Sammlung der Familie Arnhold an deren Rechtsnachfolgerin, die Firma S. Bleichröder, zurückgegeben. Die Stücke, die der jüdischen Familie 1940 abgenommen worden waren, befanden sich im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin. Es handelt sich um naturalistisch bemalte Tierfiguren, zwei Wiedehopfe von 1736 bzw. 1741 und einen Eichelhäher mit Eichhörnchen und Hirschkäfer von 1739. Ihr Modelleur, Johann Joachim Kändler, prägte die Figurenplastik der Meißner Manufaktur maßgeblich.
Adolf Arnhold, Neffe des berühmten Berliner Sammlers und Mäzens Eduard Arnhold, war einer der Inhaber der Bankhäuser Gebr. Arnhold Dresden und Berlin sowie Bleichroeder Berlin. Seine Familie emigrierte 1940 nach New York und Brasilien. Damit sie ihre Kunstsammlung ausführen durfte, musste sie etliche Werke daraus abgeben. Siebzehn Stücke wurden 1941 im Schlossmuseum Berlin (heutiges Kunstgewerbemuseum) inventarisiert. Vier davon waren schon 1949 an die Familie Arnhold zurückgegeben worden, alle übrigen galten als Kriegsverluste. Dass die drei Meißner Porzellanfiguren erhalten waren, ist erst letztes Jahr anlässlich der Anfrage der Familie von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermittelt worden.






