Über die Zukunft des Museums
Helmholtz-Vorlesung am 3. Juli 2008
Welche Rolle werden öffentliche Museen in Zukunft einnehmen? Was sind ihre Vorzüge gegenüber der privaten Konkurrenz, und wie können sie ihre Eigenschaften zukünftig besser nutzen? Diese Fragen sind das Thema einer Vorlesung von Chris Dercon am Hermann von Helmholtz-Institut für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin, einem interdisziplinären Zentrum zur Erforschung der Wechselwirkungen zwischen kulturellen Umbrüchen und technischen Neuerungen. Chris Dercon, seit 2003 Direktor am Haus der Kunst in München und somit Leiter eines Museums in staatlicher und privater Verantwortung, hat Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Filmtheorie in Amsterdam und Leiden studiert. Anschließend war er Dozent für Video und Kino an der flämischen Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel. Er hat das P.S.1 Contemporary Art Centre in New York, eine Außenstelle des MoMA, sowie die Rotterdammer Museen Witte de With Centre for Contemporary Art und Boijmans Van Beuningen geleitet. Seit längerem beschäftigt er sich mit der gesellschaftlichen Rolle öffentlicher Museen heute und den Herausforderungen und Aufgaben, denen sie sich stellen müssen. Er fordert das „neue intellektuelle Museum“ – die Erweiterung des Konzepts „Kunst-Museum“ in Bezug auf inhaltliche und räumliche Beziehungen.
Chris Dercon: „Privat oder öffentlich? Über die Zukunft des Museums"
3. Juli 2008, 18.30 Uhr
Unter den Linden 6, Kinosaal






