Mit Paul im Museum
Ein neues Kinderbuch zu Kunst und Kultur des Islam

Im Aleppo-Zimmer. Doppelseite aus dem Buch "Paul und die Weltreligionen. Islam" © SMB, Besucherdienste
Wie kann man Kinder an fremde Religionen und Kulturen heranführen? Die Staatlichen Museen zu Berlin versuchen es mit einer Buchreihe, in der Paul, zehn Jahre alt und ziemlich wissbegierig, die Rolle der Identifikationsfigur und des Kulturbotschafters übernimmt. Im ersten, jetzt erschienenen Band trifft Paul im Museum für Islamische Kunst auf den gleichaltrigen Karim, der ihn auf seinem fliegenden Teppich nach Arabien mitnimmt. Sie besuchen einen Scheich, einen Kalligrafen, einen Imam und einen Pilger, und so erfährt Paul, wie der Koran entstand und warum er keine Bilder enthält, warum Muslime fasten und wie eine Pilgerreise nach Mekka abläuft. Zwischendurch schauen sich die beiden im Museum um und betrachten etwa die Ranken und Schriftzeichen auf den Fliesen der Gebetsnische aus Konya. In einem Comic wird die Geschichte des Propheten Mohammed erzählt, und auch sonst spart das Buch nicht mit Illustrationen und Fotos rund um die Dialoge der Jungen.
In weiteren Bänden wird Paul junge Leser in das Christentum, den Buddhismus, das Judentum und den Hinduismus einführen – auch hier mit Hilfe von Kunstwerken in den Sammlungen der Staatlichen Museen. Die Reihe wird von der Ursula Lübbe Stiftung unterstützt und durch Arbeitsmaterialien für Schüler und eine Website ergänzt.
Paul und die Weltregionen. Islam. Texte: Karin Schmidl, Illustrationen: Anja Nolte. Für Kinder ab 8 Jahren. Prestel Verlag München, 64 Seiten, 12,95 €
Informationen zur Buchreihe unter www.mit-paul-im-museum.de






