Aktionstag im Botanischen Garten
Artenvielfalt anschaulich
Vom 19. bis 30. Mai findet in Bonn die 9. UN-Naturschutzkonferenz statt. Die Weltgemeinschaft aus 189 Vertragsstaaten und der Europäischen Union berät über Maßnahmen gegen die anhaltende Zerstörung der Natur. Artenschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit sind die Ziele, um die hier gerungen wird. Diese abstrakten Begriffe im wörtlichen Sinn mit Leben zu füllen, ist das Ziel eines Aktionstages im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem. Schließlich findet man hier über 22.000 Pflanzenarten und mit den Waldpartien, Wiesen, Mooren, Heideflächen, Steppen und Gebirgsregionen auch zahlreiche Beispiele artenreicher Lebensräume.
Führungen im Sumpf- und Wassergarten weisen auf die vielen Pflanzenarten hin, die bereits auf der Roten Liste Deutschlands stehen. Praktische Demonstrationen im Alpengarten zeigen, welche Ansprüche die Pflanzen an die Umwelt stellen und wie es gelang, die Alpen nach Berlin zu holen. Am Beispiel der Rotbuche und der Kartoffel wird die genetische Vielfalt erläutert. Die Besucher können auch einen Blick auf die Samenbank und die Erhaltungskulturen werfen, mit deren Hilfe Pflanzen erforscht und erhalten werden.
Ein durch den Botanischen Garten gelegter Roter Faden führt zu den Pflanzenarten, die in der Natur vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben sind. Außerdem gibt es spezielle Angebote für Kinder und Infostände von Naturschutzorganisationen. Auch für die (gesunde) Verpflegung ist gesorgt. Der Eintritt kostet an diesem Tag nur 2,50 € (ermäßigt 1 €).
Sonntag, 25. Mai 2008, 9 bis 21 Uhr






