Markttor von Milet restauriert
Gussbetonsteine der Nachkriegszeit ausgetauscht
Das Markttor von Milet, eines der berühmten Exponate auf der Berliner Museumsinsel, ist wieder frei von Gerüsten und Sicherungsnetzen. Drei Jahre lang wurde die prächtige, 17 Meter hohe und 29 Meter breite Schauwand aus dem 2. Jahrhundert untersucht und restauriert. Die tonnenschweren Giebelsteine, die 2005 abzustürzen drohten, wurden abgenommen, in einer Werkstatt gereinigt und ergänzt und wieder montiert.
Das Bauwerk war 1905 in Kleinasien ausgegraben und 1928-30 im Pergamonmuseum aufgebaut worden. 1945 wurde es durch eine Sprengbombe beschädigt und 1952/53 rekonstruiert. Die damals verwendeten Gussbetonteile wurden nun durch hochwertigen Kunststein ersetzt. Zudem wurden einige Repliken gegen originale Teile der Kassettendecken, die im Depot gefunden worden waren, ausgetauscht. Das antike Bauwerk hat dadurch erheblich gewonnen. Was noch aussteht, sind Arbeiten an den Oberflächen wie die Ausformung neuer Ergänzungen und ihre farbliche Angleichung an die marmornen Originalteile. Dies soll gleichzeitig mit der Sanierung des Südflügels des Pergamonmuseums erfolgen, also erst in etwa elf Jahren.






