Kunst auf dem Schlossplatz
Temporäre Kunsthalle eröffnet mit Candice Breitz

Candice Breitz, Working Class Hero (A Portrait of John Lennon), 2006. Installationsansicht in der Temporären Kunsthalle Berlin. Foto: Jens Ziehe, Berlin. Courtesy: Francesca Kaufmann, Yvon Lambert + White Cube / Jay Jopling © Temporäre Kunsthalle Berlin
Auf dem Berliner Schlossplatz wird heute die Temporäre Kunsthalle Berlin eröffnet. In der schlichten Box des Architekten Adolf Krischanitz werden zwei Jahre lang, bis zum Baubeginn des Humboldt-Forums, Werke von in Berlin lebenden, international bekannten Künstlern gezeigt. Die erste Ausstellung gilt der in Südafrika geborenen Künstlerin Candice Breitz. Bis Ende November sind ihre 2005 und 2006 entstandenen Videoinstallationen "Working Class Hero (A Portrait of John Lennon)", "King (A Portrait of Michael Jackson)" und "Queen (A Portrait of Madonna)" zu sehen, in denen Fans auf nebeneinander montierten Bildschirmen einen Song ihres Stars mitsingen. Im Dezember werden die neuesten Arbeiten der Künstlerin gezeigt, darunter ein aus unterschiedlichen Filmrollen zusammengesetztes Porträt des Schauspielers Jack Nicholson.
Neben der langgestreckten, elf Meter hohen Ausstellungshalle birgt der aus Holz und Faserzementplatten errichtete Bau einen Eingangsbereich mit Buchshop und ein Café. Von außen macht er bereits seit längerem durch den himmelblauen Anstrich mit den ausgesparten weißen Flächen auf sich aufmerksam, einer Gestaltung des Künstlers Gerwald Rockenschaub.
Candice Breitz / Inner + Outer Space, 30. Oktober bis 28. Dezember 2008, täglich 11 bis 18 Uhr, montags bis 22 Uhr






