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Wahlfälschung in der DDR

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24. April 2009 - Berlin

Symposium zur Friedlichen Revolution

Am 29. April 2009 wird um 19 Uhr im Französischen Dom ein Ereignis erörtert, das von großer Bedeutung für die friedliche Revolution in der DDR war: Bürgerrechtler konnten bei den Kommunalwahlen im Mai 1989 beweisen, dass die Ergebnisse gefälscht waren.
Bereits vor der Wahl hatten oppositionelle Gruppen die Bürger aufgefordert, die Einheitsliste, die keine Wahl einzelner Personen zuließ, abzulehnen, ungültige Stimmen abzugeben oder die Wahl ganz zu boykottieren. In zahlreichen Städten wohnten sie dann der Auszählung der Stimmen bei und beobachteten dabei sowohl Verstöße gegen das Wahlgesetz als auch Verfälschungen der Wahlergebnisse. Als die manipulierten Zahlen offiziell verkündet wurden, folgten in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten landesweit Demonstrationen, mit denen der Entrüstung über dieses Vorgehen Ausdruck verliehen wurde. Die Forderung nach freien, demokratischen Wahlen wurde zu einem zentralen Punkt der Friedlichen Revolution. In Kurzvorträgen und einer Podiumsdiskussion gehen Teilnehmer wie der Bürgerrechtler Rainer Eppelmann oder der Historiker Klaus Bästlein u.a. den Fragen nach, welche Erwartungen die DDR-Bevölkerung mit dieser Forderung verband und inwieweit heute politische Einflussnahme durch Wahlen möglich ist.

Das Symposium wird veranstaltet von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der Richard Havemann Gesellschaft e.V.

Gefälschtes „Zettelfalten“
29. April 2009, 19 Uhr
Französischer Dom, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Eintritt frei

Programm und nähere Informationen


 
 
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