Alte Nationalgalerie hat Kunstwerke zurück
Vier verloren geglaubte Gemälde wieder in der Sammlung

Carl Blechen, Weg nach Castel Gandolfo, 1830. Zustand nach der Restaurierung. © SMB, Nationalgalerie / Foto: Andres Kilger
Die Alte Nationalgalerie hat vier Gemälde zurückerhalten, die seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galten. Private Besitzer hatten sie unabhängig voneinander zum Verkauf angeboten. Provenienzrecherchen des Kunsthandels machten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz daraufhin als Eigentümer aus, die Bilder konnten für die Alte Nationalgalerie zurückgewonnen werden. Es handelt sich dabei um „Waldinneres (Fontainebleau)“ (1874) von Virgilio Narcisse Díaz de la Peña, „Brücke über einen Fluss mit Bäumen und Figuren“ (1853) von Charles Hoguet und „Kinder vor der Haustüre“ (1852) von Friedrich Eduard Meyerheim sowie um Carl Blechens „Weg nach Castel Gandolfo“ von 1830, das bedeutendste der vier Werke. Es wurde umfassend restauriert und wird ab Januar 2010 im Blechen-Saal als Teil der Dauerausstellung präsentiert werden.
Etwa 800 Gemälde der Nationalgalerie gelten seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen, 600 davon aus dem Sammlungsbestand des 19. Jahrhunderts. Ein Teil davon ist wohl zerstört, andere sind verlagert oder gelten als vermisst. Seit 1995 erfassen die Staatlichen Museen zu Berlin ihre Sammlungslücken in der Publikationsreihe „Dokumentation der Verluste“. Unbekannte Gemälde in den Sammlungen werden als „Dokumentation des Fremdbesitzes“ veröffentlicht.






