Hundert Takte
Ligetis „Poème Symphonique für 100 Metronome“ wird aufgeführt
Seit Ende Februar präsentiert die Berlinische Galerie ihre Sammlung neu. Die 80 ausgewählten Gemälde, Plastiken, Fotografien und Architekturmodelle handeln von der Zeit, von Vergehen und Bewahren, öffentlichem und privatem Erinnern, von Zukunftseuphorien und Nostalgie.
Höhepunkt des Begleitprogramms ist die Aufführung der "Poème Symphonique" von György Ligeti (1923-2006) am kommenden Freitag. Ligeti, einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat das Stück 1962 für 100 Metronome komponiert. Sie werden auf das Zeichen der Dirigentin hin von zehn Personen simultan in Gang gesetzt. Die Metronome sind alle so weit wie möglich aufgezogen, jedoch auf unterschiedliche Frequenzen eingestellt. Zunächst ist ein gemeinsames Ticken vernehmbar. Je weniger Metronome im Verlauf des Stücks ticken, desto deutlicher sind die unterschiedlichen Frequenzen hörbar, bis am Ende nur noch ein Metronom tickt und schließlich verstummt.
Zu Beginn gibt die Dirigentin, die Schweizer Musikwissenschaftlerin Heidy Zimmermann, eine Einführung zum Thema "Zeit" im Werk von Ligeti.
Poème Symphonique. Konzert für 100 Metronome von György Ligeti
Freitag, 27. März, 19 Uhr
Nur Museumseintritt (6 €, ermäßigt 3 €)
Ausstellung






