Wiedereröffnung auf der Museumsinsel
Freier Eintritt am Wochenende

Vestibül des Neuen Museums mit Löwenfiguren von 1875 (Repliken der Löwen an der Treppe zum römischen Kapitol) © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker
Auf der Museumsinsel wird heute das Neue Museum wiedereröffnet. Das in den 1840er Jahren von Friedrich August Stüler erbaute Haus blieb nach dem Krieg Ruine und wurde ab 2003 von dem britischen Architekten David Chipperfield restauriert und wiederaufgebaut. In vielen Sälen ist die originale architektonische Struktur erhalten geblieben, in einigen auch Ausmalung und Skulpturen. Das Ägyptische Museum und das Museum für Vor- und Frühgeschichte teilen sich das Haus, zusätzlich kommen Leihgaben aus der Antikensammlung und dem Bode-Museum hinzu, so dass sich Rundgänge durch weite Kulturräume und Epochen ergeben.
Herausragende Objekte wie die Nofretete und der bronzezeitliche Goldhut werden in eigenen Kuppelräumen präsentiert. Erstmals zu sehen sind viele Stücke aus der Zypern-Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte sowie das Silbergefäß, in dem Heinrich Schliemann den Goldschatz des Priamos fand. Das Ägyptische Museum zeigt nach 70 Jahren wieder drei Opferkammern der Pyramidenzeit, außerdem die Reliefblöcke eines kürzlich ausgegrabenen meroitischen Tempels aus dem Sudan als Leihgaben der dortigen Regierung.
Ab morgen, Samstag, kann sich jeder ein Bild vom Neuen Museum machen – vorausgesetzt, er bringt Zeit mit, denn Warteschlangen wird es sicher geben. Ab Montag kann man sich mit einem Zeitfensterticket das Schlangestehen ersparen – man legt sich damit auf einen Tag und den Beginn seines Besuchs fest. Erhältlich ist das Ticket im Internet oder telefonisch unter 030-266 42 42 42 (Mo-Fr 9-16 Uhr).
Tage der offenen Tür im Neuen Museum
17. und 18. Oktober 2009 10-20 Uhr
Letzter Einlass 18.30 Uhr
Eintritt frei
Website zum Neuen Museum
Wiedergeburt eines Meisterwerks






