Omer Fast gewinnt
Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2009 vergeben
Der in Jerusalem geborene, in Berlin lebende Künstler Omer Fast hat den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2009 erhalten. Die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung, die der Verein der Freunde der Nationalgalerie 2000 ins Leben gerufen hat, wurde gestern Abend zum fünften Mal vergeben. Mit der Hälfte des Betrags wird ein Werk des prämierten Künstlers angekauft.
In seinen Filmen verarbeitet Omer Fast Recherchen, Interviews oder vorgefundenes Material und lässt die Grenzen zwischen Erinnerung und Fiktion verschwimmen. Die prämierte Arbeit „Nostalgia“ erzählt die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings in drei Film-Erzählungen, die in ihrer räumlichen Inszenierung und Vielschichtigkeit eine große psychologische Dichte erzeugen. Dabei werden Dokument und Imagination, Gegenwart und Vergangenheit, das High und Low der filmischen Mittel kunstvoll verschränkt.
Die Arbeit ist zusammen mit den Werken der drei anderen für die Shortlist nominierten Künstler, Keren Cytter, Annette Kelm und Danh Vo, noch bis zum 3. Januar 2010 im Hamburger Bahnhof zu sehen.
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