Von Luise bis Lenin
Ausstellung von Berliner Denkmälern auf der Spandauer Zitadelle geplant
Auf der Zitadelle Spandau im Westen Berlins entsteht bis 2013 eine große ständige Ausstellung zur Denkmalkultur in Deutschland. Sie wird Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts zeigen, die einst zum Stadtbild Berlins gehörten und derzeit zumeist in Depots untergebracht sind. Ausgestellt werden unter anderem Friedrich Drakes Marmorstatue Friedrich Wilhelms III. und das später entstandene Pendant der Königin Luise sowie eine Reihe von Standbildern brandenburgisch-preußischer Herrscher, die einst die Siegesallee im Tiergarten säumten. Für die NS-Zeit wird Arno Brekers Bronzeplastik „Zehnkämpfer“ stehen. Vom Leninplatz (heute Platz der Vereinten Nationen) im ehemaligen Ost-Berlin stammt der monumentale Granitkopf eines Lenindenkmals, das 1991 – nicht ohne Protest – demontiert wurde.
Die Statuen werden im acht Meter hohen ehemaligen Magazingebäude der Zitadelle Platz finden, das demnächst restauriert werden soll. Im benachbarten, klassizistischen Kasernengebäude werden ergänzend Pläne, Skizzen, Modelle, Fotografien und schriftliche Dokumente ausgestellt, die Entstehung und Rezeption der Denkmäler nachzeichnen. Auch aktuelle Denkmaldebatten sollen hier aufgegriffen werden.
Für die Sanierung der Räume und die Realisierung der Ausstellung sind 12,4 Millionen Euro vorgesehen. Sie werden je zur Hälfte aus Mitteln der Europäischen Union und von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin bereitgestellt. Die Ergebnisse des derzeit laufenden Architektenwettbewerbs sollen im Mai präsentiert werden.
Eine Vortragsreihe, die im Frühjahr 2010 beginnt, macht schon einmal mit den wichtigsten Exponaten bekannt und geht auch auf die Restaurierung der Großskulpturen ein.
Weitere Informationen auf der Website des Bezirks Spandau






