Die bunte Artemis von Pompeji
Ein Diskussionsveranstaltung zur Ausstellung „Bunte Götter“

Die Artemis von Pompeji noch ohne Farbe: Gipsabguss einer Statue aus der frühen römischen Kaiserzeit, die wiederum ein Abguss der originalen Statue um 480 v. Chr. war © Foto: Vinzenz Brinkmann
Johann Joachim Winckelmann gilt als Verfechter einer marmorweißen Antike. Doch beschäftigte er sich, wie unpublizierte Aufzeichnungen belegen, intensiv mit der Farbigkeit antiker Skulpturen. Eine Artemis-Statue mit Farbresten, die am 15. Juli 1760 in Pompeji gefunden wurde, war für ihn der Beweis, dass die griechischen Statuen einst farbig gefasst waren.
In der Berliner Station der Ausstellung „Bunte Götter – Die Farbigkeit antiker Skulpturen“, die seit heute im Pergamonmuseum gezeigt wird, ist nun die farbige Artemis zu sehen, wie sie einst ausgesehen haben könnte. Grundlage der Gips-Rekonstruktion waren jahrelange naturwissenschaftliche Untersuchungen des Originals. Die Artemis, Winckelmanns Forschungen und die Schwierigkeiten der Farbrekonstruktion sind Thema einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die am Donnerstag, genau 250 Jahre nach dem Fund der Statue, im Pergamonmuseum stattfindet. Referenten sind Oliver Primavesi, Professor für Griechische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Archäologin Ulrike Koch-Brinkmann, die für die farbige Rekonstruktion der Artemis verantwortlich war, und Vinzenz Brinkmann, Kurator der Antikensammlung im Frankfurter Liebighaus und Leiter des internationalen Forscherteams zur Farbigkeit antiker Skulptur.
Die bunte Artemis von Pompeji: Winckelmann und die Erforschung der Farbigkeit griechischer Marmorskulpturen
Donnerstag, 15. Juli 2010, 18 Uhr
Pergamonmuseum, Theodor-Wiegand-Saal






