Wassermusikfestival startet
Musik und Filme aus den Donauländern, vom Amazonas und vom Nil
Das Haus der Kulturen der Welt lädt in diesem Sommer zum dritten Mal zum Open-Air-Festival „Wassermusik“ ein. Auf der Dachterrasse der ehemaligen Kongresshalle, mit Blick auf die Spree, können sich die Konzertbesucher diesmal an die Ufer dreier großer Wasserstraßen der Welt, Donau, Nil und Amazonas, treiben lassen. Zum Auftakt sind am Donnerstag mit Gypsy Queens & Kings feat. Mahala Raï Banda Gypsy- und Balkanbeats von der Donau zu hören. Erik Sumo aus Ungarn macht Indie-Pop kombiniert mit ungarischen Folkelementen, das Ensemble zeitkratzer lädt zu einer wilden und anarchischen Volksmusik-Groteske durch das Donautal ein.
Tief ins Amazonas-Gebiet geht es am zweiten Wassermusik-Wochenende: Mucho Indio sind ein kolumbianisches Künstlerkollektiv mit frischem Minimal Sound. Chicha Libre kommen zwar aus Brooklyn, haben sich aber dem peruanischen Chicha verschrieben und diesen mit Surfpop und Psychedelik partytauglich gemacht. Mit Sebastião Tapajós wiederum kehrt schließlich einer der ganz großen brasilianischen Gitarristen endlich wieder nach Deutschland zurück.
Am dritten Wochenende sind Künstler von den Ufern des Nils zu Gast in Berlin. Der ägyptische Musiker Mohamed Mounir wurde mit seiner Mischung aus traditioneller Sufi-Musik, Pop- und Funkelementen und gesellschaftskritischen Texten bekannt. Aus Uganda kommt Geoffrey Oryema, der „Leonard Cohen Afrikas“. Davor zeigt Culcha-Candela-Sänger Johnny Strange mit Btownbusted seinen Blick auf Uganda, die Heimat seiner Eltern.
Die Filme, die im Anschluss an die Konzerte gezeigt werden, führen ein weiteres Mal in die Donau-, die Amazonas- und die Nilregion, so Emir Kusturicas schräge Balkan-Komödie „Schwarze Katze, weißer Kater“ oder der Werner-Herzog-Klassiker „Fitzcarraldo“.
Für die Sommergespräche an der Spree am 30. und 31. Juli kommt der französische Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Michel Serres, Sohn eines Flusschiffers, nach Berlin. Mit Catherine David, Alexander Kluge und Lorenz Engell spricht er über den Fluss als kulturelles Band, als Metapher der Schreib- und Denkflüsse und seinen grenzüberschreitenden Charakter.
WASSERMUSIK 2010
Sommer-Open-Air-Festival
22. Juli bis 13. August 2010
Konzerte ab 19 Uhr, Filme 22 Uhr
Abendticket (Konzert und Film) 10 €, ermäßigt 8 €, nur Film 5 €, ermäßigt 3 €, Sommergespräche 5 €, ermäßigt 3 €
Bei Regen finden die Veranstaltungen drinnen statt.
Weitere Informationen und Programm







