Barocke Gemälde zurückgekehrt
Nach 65 Jahren sind zehn kostbare Werke wieder aufgetaucht
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat zehn wertvolle Gemälde zurückerhalten, die bis 1942 in der Bildergalerie von Sanssouci hingen und seit dem Kriegsende als verschollen galten. Sechs der Werke gehörten bereits zu Lebzeiten Friedrichs des Großen, der die Bildergalerie 1755 bis 1763 hatte errichten lassen, zu ihrem Bestand. Die zurückgekehrten Werke sind Originale oder hochrangige Kopien berühmter niederländischer und französischer Künstler des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Herausragend sind eine stillende Maria aus der Werkstatt von Peter Paul Rubens (um 1619), die „Bathseba im Bade“ von Jean Raoux aus dem Jahr 1719, und, als jüngstes Bild, ein Frauenporträt des preußischen Hofmalers Antoine Pesne.
Die Gemälde der Bildergalerie waren 1942 ins Schloss Rheinsberg ausgelagert worden. Die Frau des dortigen Kastellans nahm die zehn kleinformatigen Gemälde an sich, nachdem die Rote Armee Rheinsberg erreicht hatte, und gab sie weiter an ihre Schwester in Berlin. Deren Familie bot die Werke kürzlich dem Berliner Auktionshaus Historia an, das ihren Wert erkannte und anhand der Inventarnummern die Herkunft ermitteln konnte. Die gut erhaltenen Gemälde sind nun in der Bildergalerie zu besichtigen – vorläufig an einer Stellwand, bevor sie 2011 wieder ihre früheren Plätze erhalten.
Bildergalerie am Schloss Sanssouci







