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Mauer und Todesstreifen

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21. Mai 2010 - Gedenkstätte Berliner Mauer

Gedenkstätte Berliner Mauer eröffnet ersten Teil der Außenausstellung

Heute eröffnet die Gedenkstätte Berliner Mauer den ersten Abschnitt ihrer Außenausstellung. Sie setzt sich am historischen Ort mit der Mauer und dem Todesstreifen als wesentlichen Elementen in der Herrschaftssicherung der DDR-Diktatur auseinander. Zentrales Element der Gedenkstätte ist das »Fenster des Gedenkens«, das mit Namen und Bildern an die Toten der Berliner Mauer erinnert. Bauliche Relikte wie Mauerreste, Wege, Fundamente wurden erhalten und sichtbar gemacht, etwa an archäologischen Fenstern. Nicht mehr Vorhandenes ist modellhaft deutlich abgesetzt nachgezeichnet. So wurde etwa der Patrouillenweg mit Stahlplatten rekonstruiert, der Signalzaun durch eine Linie auf dem Boden markiert, die Betonmauer zum Westen mit Stahlstangen weitergeführt. Themenstationen, Todeszeichen und Ereignismarken auf dem Gelände geben Informationen über die Geschichten des Ortes.     
Da sich an keiner anderen Stelle in Berlin bauliche Zeugnisse der Berliner Mauer so zahlreich erhalten haben wie in der Bernauer Straße, wurde dieses stadthistorische so bedeutende Gelände vom Nordbahnhof bis zum Mauerpark als zentraler Gedenkort an die Teilung der Stadt vorgesehen. Bis 2012 soll auf dem 1,3 Kilometer langen, etwa 4,4 Hektar umfassenden Areal die Außenausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer entstehen. Der gerade eröffnete Abschnitt soll nach Osten hin um die Themengebiete „Die Zerstörung der Stadt“, „Der Bau der Mauer“ und „Es geschah an der Mauer“ erweitert werden. Wie bereits im ersten Abschnitt „Die Mauer und der Todesstreifen“ umgesetzt, sollen verlorene Relikte der Grenzanlage durch Cortenstahl nachgezeichnet werden. Ereignismarken zeigen Orte besonderer Ereignisse an, deren nähere Umstände in einem Feldbuch zu recherchieren sein werden. Archäologische Fenster legen Reste der Vorkriegsbebauung und ältere Schichten der Grenzanlagen frei. Die Ausstellung erläutert unter den thematischen Fragestellungen Ort, wichtigste Ereignisse und historische Zusammenhänge mit Texten, Bildern, Filmen und Audiodokumenten. Die auf dem ehemaligen Grenzstreifen bereits vorhandenen Elemente der Gedenkstätte wie das Denkmal zur Erinnerung an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft und die Teilung Berlins und die Kapelle der Versöhnung werden in die Ausstellung eingebettet. Zur Gedenkstätte gehören außerdem ein Besucherzentrum, das Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung zum Bau der Mauer und einem Aussichtsturm sowie die Ausstellung „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin“ im Nordbahnhof.

Gedenkstätte und Dokumentationszentrum Berliner Mauer
Die Außenausstellung ist rund um die Uhr zugänglich


 
 
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