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Katsushika Hokusai (1760-1849), Fuji bei aufklarender Brise, Detail, aus der Serie: 36 Ansichten des Fuji, Japan, Edo-/Tokugawa-Zeit, ca. 1831, Farbholzschnitt
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Geschenk von Gustav Jacoby / Art Research Center, Ritsumeikan University, Kyoto
Higashiyama Kaii (1908-1999), Bergtal im Nebel, Detail, Japan, 1988, gerahmte neotraditionelle Malerei (Nihonga)
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Geschenk des Künstlers / Jürgen Liepe
Kano Tan‘yū (1602 – 1674), Der Westsee bei Hangzhou, Kopie nach Shūgetsu Tōkan, Japan, Edo-/Tokugawa-Zeit, ca. 1650-1674, Hängerolle
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann / Jörg von Bruchhausen

Die Bilder dieser Auswahlpräsentation laden zu einem frischen Blick auf und zu einer Befragung bekannter Landschaftsdarstellungen aus Japan und ihrer Einordnung in nationale, japanische Kunstgeschichten ein. Wie wird ein Berg zu einem Nationalsymbol und welche Rolle spielt dabei das Medium der Reproduktionsgrafik? Warum gilt ein in traditionellen Mineral- und Pflanzenfarben ausgeführtes, aber westlich gerahmtes Bild der bewaldeten Hügel eines von Nebel durchzogenen Tales als typisch japanisch?

Landschaftsdarstellungen sind fast nie nur ein Abbild der Natur. Nicht selten sind sie frei erfunden. Selbst wenn sie einen real existierenden Ort zeigen, reflektieren der spezifische Blickwinkel, der gewählte Ausschnitt und der Stil eine subjektive Sicht. Sie vermitteln Emotionen, Erinnerungen und häufig auch bestimmte Vorstellungen von der sozialen, politischen und ökonomischen Ordnung der Welt.

Warum wurden im 17. und 18. Jahrhundert in Japan immer wieder Bilder von Landschaften in China, wie dem Westsee bei Hangzhou, gemalt oder kopiert, obwohl weder die Maler*innen noch die Betrachter*innen diese Landschaft jemals mit eigenen Augen gesehen haben? Warum zeigen so viele Landschaftsbilder jener Zeit nicht nur Motive in China sondern orientieren sich auch stilistisch an Vorbildern der kontinentalen Malerei? Welche Bilder vermarktete der populäre Grafiker Katsushika Hokusai (1760-1849) vom bis ins 19. Jahrhundert unabhängigen, aber sowohl China wie Japan tributpflichtigem Königreich Ryūkyū (seit 1879 als Präfektur Okinawa, Teil Japans), das er nie besucht hatte?

Werke zeitgenössischer Künstler erschließen noch andere Dimensionen ambivalenter Landschaften. So wirft Yuken Teruya (geboren 1973 auf Okinawa, lebt und arbeitet in Berlin) einen subjektiven Blick auf die rezente Geschichte dieser Inselgruppe, während fotografische Werke von Reijiro Wada (geboren 1977 in Hiroshima, lebt und arbeitet in Berlin) Orte historischer Tragödien, wie den Aschesee in Birkenau, Hiroshima und die Bucht auf Okinawa, an der amerikanische Truppen 1945 blutig landeten, als künstlerisch verfremdete, idyllische Landschaften zeigen.

Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum.

Öffnungszeiten,

  • Montag 10:00 - 20:00
  • Dienstag Geschlossen
  • Mittwoch-Donnerstag 10:00 - 20:00
  • Freitag-Samstag 10:00 - 22:00
  • Sonntag 10:00 - 20:00

Standort,

Humboldt Forum
Schloßplatz, 10178 Berlin

Telefon,

+49 (30) 992118989

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Katalog

Service

Veranstalter

  • Museum für Asiatische Kunst

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© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe

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Jin Tingbiao (tätig 1757 – 1767), Porträt des Arigun, erste Serie von 50 Porträts verdienstvoller Offiziere des Ostturkestan-Feldzugs, Detail, China, Qing-Dynastie (1644 – 1911), datiert 1760
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst

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