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Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ
Candice Breitz, "Digest", 2020. Installationsansicht: Akademie der Künste, Berlin, Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ
Candice Breitz, "Digest", 2020, 1.001-Channel-Video-Installation: 200 Holzregale, 1.001 Videokassetten in Polypropylenhüllen, Papier, Acrylfarbe Regale: 24,4 x 100 x 7,5 cm Tapes: 20,3 x 12 x 2,7 cm. Der Inhalt der Videokassetten wird für immer im Verborgenen bleiben. Einzigartige Installation. Produziert mit Unterstützung der Sharjah Art Foundation + Akademie der Künste, Berlin. Installationsansicht: Akademie der Künste, Berlin, Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ

Aus Anlass ihres 325-jährigen Bestehens reflektiert die Akademie der Künste mit dem Programm „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“ die entscheidende Rolle der Künste und von Kulturinstitutionen in der Gedächtniskultur. Mit einer großen Ausstellung vom 17. Juni bis zum 19. September und einer Reihe von Veranstaltungen von Mai bis November 2021 beleuchtet das Programm die aktuelle künstlerische Praxis, sich mit Erinnerung und Gedächtnisspeichern auseinanderzusetzen: Künstler*innen befragen Archive, überdenken Auswahlprozesse, tasten Lücken im Depot ab. Dazu sind die Akademie der Künste und ihr Archiv selbst ein Ort der künstlerischen Erinnerungsarbeit mit der Aufgabe, tradierte Wissens- und Erinnerungsräume zu verteidigen und zugleich neu zu bewerten. So bedeutet „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“ für die Akademie der Künste im Jubiläumsjahr auch eine Selbst-Befragung der eigenen Arbeit. Denn wie und woran sich eine Gesellschaft erinnert, ist zur Schlüsselfrage geworden in einer Zeit, in der Selbstverständnisse neu verhandelt und Ein- und Ausschlussmechanismen infrage gestellt werden.

Im Zentrum des Schwerpunkts steht die Ausstellung „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“ im Akademie-Gebäude am Pariser Platz. 13 Auftragsarbeiten machen die Grammatik von Erinnern und Vergessen sichtbar und stellen Aufbewahrtes in neue Kontexte. Die künstlerische Arbeit am Gedächtnis zeigt sich hier als archäologische Praxis und politische Handlung, sie positioniert sich gegen Geschichtsvergessenheit und setzt sich für die Dekolonisierung und Diversifizierung der Wissensbestände ein. Die beteiligten Künstler*innen, mehrheitlich Akademie-Mitglieder und Alumni der Stipendiat*innenprogramme der Akademie, verarbeiten das Thema aus ihren unterschiedlichen Perspektiven: bildende Kunst, Literatur, Film, Musik und Theater. Die installativen Arbeiten sind weitläufig in den Ausstellungssälen und öffentlichen Bereichen des Akademie-Baus inszeniert. Ein Ausstellungssaal ist exemplarisch ausgewählten Objekten und Dokumenten von 15 Künstler*innen aus dem Archiv der Akademie der Künste gewidmet. Sie zeugen von der Erinnerung als Triebfeder künstlerischen Schaffens und fügen sich zu einer Konstellation künstlerischer Verfahrensweisen: „Erinnern ist Arbeit.“ (Einar Schleef)

Mit Arbeiten von Mirosław Bałka, Candice Breitz, Ulrike Draesner, Arnold Dreyblatt, Thomas Heise, Susann Maria Hempel, Alexander Kluge, Eduardo Molinari, Matana Roberts, Cemile Sahin, Cécile Wajsbrot, Jennifer Walshe, Robert Wilson

Archivpositionen von Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Inge Deutschkron, George Grosz, Walter Kempowski, Käthe Kollwitz, Ursula Mamlok, Heiner Müller / Emine Sevgi Özdamar, Edgar Reitz, Einar Schleef, Axel Schultes / Charlotte Frank, Uwe Timm, Heinrich Vogeler, Mary Wigman, Christa Wolf

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 11:00 - 19:00

Standort,

Akademie der Künste / Pariser Platz
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Telefon,

+49 (30) 200 57-10 00

Fax,

+49 (30) 200 57-17 02

Website,

www.adk.de/de/projekte/2…

Preise,

Eintrittspreis 9,00 €

Preis ermäßigt 6,00 €

Bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei

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Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

9,00 €

Preis ermäßigt

6,00 €

Bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei

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Katalog

Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives
Magazin zur Ausstellung

Akademie der Künste, Berlin
116 Seiten, 90 Abbildungen
ISBN 978-3-88331-245-3 (DE)

Begleitend zur Ausstellung „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“ erscheint ein Ausstellungsmagazin, das mit dem Eintrittsticket kostenfrei erhältlich ist. Mit Texten und Bildern der beteiligten Künstler*innen, ausführlichem Hintergrundmaterial zu den Archiv-Exponaten und Beiträgen zur Gedächtnisarbeit und Erinnerungskultur von Aleida Assmann, Christina Baldacci, Sharon Macdonald, Doreen Mende, Nora Sternfeld und Kira Thurman.

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