main content start,
Atiéna R. Kilfa, The Unhomely, 2022, Videostill (Mann, der eine Treppe hinabsteigt). Courtesy die Künstlerin
Atiéna R. Kilfa, The Unhomely, 2022, video still (man descending the staircase). Courtesy the artist

The Unhomely in den KW Institute for Contemporary Art ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Atiéna R. Kilfa (*1990, FR). Anhand der Medien Fotografie, Skulptur, Video und Installation untersucht Kilfa die Kollision und Überschneidung persönlicher mit kultureller Erinnerung. Kilfas aktuelle Arbeiten folgen ihrem Interesse an der Erstellung von Modellen, Dioramen, Stillleben und Tableaux vivants, die sie als Träger tradierter Narrative und sozialer Normen begreift und für eine kollektive Revision zur Debatte stellt.

 

In der Gegenüberstellung einer neu produzierten Videoarbeit mit Architekturfragmenten, transaktionalem Klang und Skulpturen erforscht The Unhomely Erinnerungen an ein „Zuhause“ als unmögliche „virtuelle“ Architektur. Inmitten einer immersiven Installation, die mit Maßstab und Proportion spielt, positioniert die auf einer architektonischen Bühne präsentierte, titelgebende Videoarbeit die Betrachter*innen hinter der Kamera. Das Video spielt in einem Treppenhaus, das als Huis Clos erscheint, als unendliche Schleife, in der die Betrachter*innen „architektonischen Geistern“ begegnen. Dies sind menschliche Silhouetten, die in gängigen Architekturmodellen eine Vorstellung von Tiefe und Maßstab vermitteln sollen, hier aber selbst zu Akteur*innen werden, die auf ihren realen oder fiktionalen Alltag verweisen sowie Vergangenheit und Gegenwart zusammenführen.

 

Die Rolle der Betrachter*innen bei der Produktion der Arbeit wird durch zwei weitere Elemente verdeutlicht: Eine maßstabsgetreue Miniatur des im Film gezeigten Treppenhauses erscheint als illusorische Nachbildung. Sie lässt die Betrachter*innen mit dem irritierenden Wunsch zurück, die eigene Position mit jenen des Films und des Modells zu vergleichen. Kilfas architektonische Bühne zitiert sowohl Film als auch Modell. Sie dient als Foley-Instrument, das die Arbeit um eine akustische und räumliche Dimension erweitert, indem es auf die Bewegungen des Publikums reagiert. Beim Foley handelt es sich normalerweise um die Nachvertonung in der Postproduktion eines Films, bei der Alltagsgeräusche zur Verbesserung der Tonqualität durch Studioaufnahmen ersetzt werden. In Kilfas Arbeit dient die Methode hingegen dazu, die Komplizenschaft der Betrachter*innen bei der Produktion der Arbeit zu betonen.

 

Die Ausstellung The Unhomely von Atiéna R. Kilfa entsteht in Partnerschaft mit dem Camden Art Centre in London, wo die Ausstellung in abgewandelter Form von 27. Januar bis 26. März 2023 zu sehen sein wird.

 

Kuratorin: Anna Gritz

Assistenzkuratorin: Sofie Krogh Christensen

Öffnungszeiten,

  • Montag 11:00 - 19:00
  • Dienstag Geschlossen
  • Mittwoch-Sonntag 11:00 - 19:00
  • 1. Januar Geschlossen
  • 31. Dezember Geschlossen

Standort,

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69, 10117 Berlin

Telefon,

+49 (30) 24 34 59-69

Fax,

+49 (30) 24 34 59-99

Website,

www.kw-berlin.de/atiena-…

Preise,

Eintrittspreis 8,00 €

berlinpass–Inhaber*innen: 4 € Freier Eintritt bis einschließlich 18 Jahre, für Besitzer*innen der KW Lover*-Jahreskarte, Mitglieder des KW Freunde e. V.

Preis ermäßigt 6,00 €

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

8,00 €

berlinpass–Inhaber*innen: 4 € Freier Eintritt bis einschließlich 18 Jahre, für Besitzer*innen der KW Lover*-Jahreskarte, Mitglieder des KW Freunde e. V.

Preis ermäßigt

6,00 €

Gruppenticket

Gruppe ab 10 Personen: pro Person 6,00 €

Jahreskarte

Für Informationen klicken Sie hier.

Katalog

Service

Veranstalter

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

BLESS N°72 BLESSlet, 2022. Installationsansicht in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2022; Foto: Frank Sperling
BLESS N°72 BLESSlet, 2022. Installation view at KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2022; Photo: Frank Sperling

A Year with BLESS

Christopher Kulendran Thomas, The Finesse (2022), in Kollaboration mit Annika Kuhlmann; Filmstill

Christopher Kulendran Thomas – Another World

Michel Majerus, Ohne Titel, 1991, © Michel Majerus Estate, 2022. Courtesy neugerriemschneider, Berlin und Matthew Marks Gallery. Foto: Jens Ziehe, Berlin
Michel Majerus, Ohne Titel, 1991, © Michel Majerus Estate, 2022. Courtesy neugerriemschneider, Berlin and Matthew Marks Gallery. Photo: Jens Ziehe, Berlin

Michel Majerus – Early Works

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum