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Künstler_innen der Ausstellung:
Deniz Aktaş, Havin Al-Sindy, Beizar Aradini, Nuveen Barwari, Mehmet Ali Boran, Savaş Boyraz, Mahmut Celayir, Fatoş Irwen, Miro Kaygalak, Elif Küçük, Zelal Özkan, Şener Özmen, Hêlîn Şahin

Begleitprogramm:
Hogir Ar, Mizgîn Müjde Arslan, Mihemedê Beyro, Yildiz Çakar, Ali Kemal Çınar, Hesen Ildiz, Hero Kurda, Mîrza Metîn, Hêja Netirk, Fatma Savci, Karosh Taha, Diako Yazdani, Soleen Yusef, Helim Yûsiv, Berfin Zenderlioğlu und andere

Die Gruppenausstellung »bê welat – the unexpected storytellers« widmet sich der Vielfalt künstlerischer Wege, die zur Bewältigung von kurdischen Realitäten herangezogen werden – Realitäten, die hauptsächlich von kollektiven Depressionen, Formen von Widerstand, Traumata sowie Bedingungen von Krieg, Kolonialismus, verbotenen Sprachen und Exil gekennzeichnet sind. Dabei steht der Zustand des ›bê welat‹, also der Heimat- und Staatenlosigkeit, im Zentrum. Dieser fordert das Verhandeln und Entwerfen von neuen, selbstermächtigenden Räumen. Die nGbK soll in diesem Sinne nicht nur als statischer Ausstellungsort genutzt werden: Im Gegensatz zu den verschiedenen fragilen und flüchtigen kurdischen Räumen stellt das vielschichtige, von kurdischen Künstler_innen und Akademiker_innen kuratierte Programm vielmehr eine Einladung dar, sich mit Auswirkungen von staatlicher Gewalt, (Neo-)Kolonialismus und Assimilierung auf die zeitgenössische kurdische Kunst zu beschäftigen.

Während ›das Kurdische‹ weltweit überwiegend mit politischem Aktivismus und Widerstand assoziiert wird, werden künstlerische Auseinandersetzungen von Kurd_innen als etwas vermeintlich Unerwartetes verstanden. Doch können auch diese weitere Formen dekolonialer Praktiken und Selbstverortungen darstellen. Ausgehend von der verblassenden Tradition der ›dengbêjs‹ – musikalische Dichter_innen, die kurdische Vergangenheiten und Gegenwarten mündlich bewahren – sollen neuere künstlerische Methoden der Erzählung und Materialisierung kurdischer Realitäten erforscht werden. Die im Rahmen des Projekts ausgestellten Werke verbinden Kurdistan und seine Diasporen und reichen von Neuinterpretationen traditioneller Ästhetiken, über Fotografie und Malerei bis hin zu digitaler Bildhauerei und Videokunst. In den eingeladenen künstlerischen Perspektiven werden unter anderem Geografien, Sprache sowie Körper neu definiert. Im Begleitprogramm wird die Diskussion rund um ›bê welat‹ durch Gespräche mit Autor_innen, Künstler_innen, Filmemacher_innen, Musiker_innen und Akademiker_innen erweitert. Anhand der Betrachtung verschiedener Genres, wie Musik, Theater, Literatur und Film, soll eine multidisziplinäre Interaktion innerhalb der zeitgenössischen kurdischen Kunstszene ermöglicht werden. Fernab von nostalgischen, romantisierenden und orientalistischen Darstellungen sollen dabei kritische Auseinandersetzungen initiiert werden, die materielle Zusammenhänge sowie Strategien und Perspektiven von kurdischer Resilienz ans Licht bringen.

 

nGbK-Projektgruppe: Bilal Ata Aktaş, Elif Küçük, Duygu Örs, Şener Özmen, Engin Sustam

 

Finanziert von der LOTTO-Stiftung Berlin
Unterstützt von der Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben der UdK Berlin

Standort,

nGbK / neue Gesellschaft für bildende Kunst
Oranienstraße 25, 10999 Berlin

Telefon,

+49 (30) 61 65 13-0

Fax,

+49 (30) 61 65 13-77

Website,

ngbk.de/de/show/500/be-w…

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