Bilder aus dem Dreißigjährigen Krieg

Druckgraphik aus dem Kupferstichkabinett

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Hans Ulrich Franck, Ein Überfall, 1643, Radierung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz © SMB, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Hundert Jahre nach der Reformation Martin Luthers bildete der berühmte Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618 den symbolischen Anfang für eine Reihe lang andauernder kriegerischer Auseinandersetzungen in Mitteleuropa. Erst 1648 fanden diese Konflikte mit dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück ein Ende und gingen als Dreißigjähriger Krieg in die Geschichte ein. Die kriegerischen Auseinandersetzungen führten zu fundamentalen Erschütterungen im Heiligen Römischen Reich, zu großflächigen Verwüstungen und zu großem Leid für die betroffenen Menschen.

Eindrückliche graphische Bildzeugnisse spiegeln die Ereignisse und die gesellschaftliche Grundstimmung der Epoche. Neben damals äußerst beliebten druckgraphischen Porträts und satirischen Flugblättern schildern einige Bilderfolgen die Auswirkungen des Krieges auf die einfache Bevölkerung. Sie zeigen Kriegshandlungen einzelner Marodeure oder Söldnergruppen. In diesen graphischen Bildersequenzen stehen die Schicksale einzelner Personen und kleinerer Gruppen sowie die unmittelbaren Folgen des Krieges und seiner sozialen Katastrophen für den und die Einzelnen im Vordergrund.

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