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Johann Wilhelm von (der) Kolm d. Ä., erwähnt 1693-1713, links: Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713), rechts: Kurfürstin Sophie Charlotte von Brandenburg (1668-1705), Berlin, 1700, Wachs – gefärbt und bemalt auf Schiefer, mit Draperie und Edelsteinen, Erworben: Aus der Kunstkammer
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Charles Claude Dubut, Paris, um 1687 – 1742 München, Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern (1662-1726) München, 1725, Wachs – gefärbt und bemalt, im originalen, zugehörigen Rahmen, Erworben 1922
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Andreas Roht, tätig in Berlin um 1700, Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713), Berlin, ca. 1700, Weißes Wachs auf schwarz hinterlegtem Glas, Erworben: Aus der Kunstkammer
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Italien, Anfang 18. Jahrhundert, Hl. Maria Magdalena in der Einöde (links), Hl. Hieronymus in der Einöde (rechts) Weißes Wachs, im alten Régence-Rahmen, Erworben 1980, Nachlass P. Mavrogordato
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Friedrich von Hamel I zugeschrieben, Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610), 1595 I Wachs – gefärbt und bemalt, Stoff, Perlen, Kettchen aus Golddraht, auf Schiefer, Erworben: Aus der Kunstkammer
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Anna Maria Braun, Lyon 1642 – 1713 Frankfurt am Main, Das Martyrium des hl. Sebastian, Spätes 17. Jh., Wachs – gefärbt, Erworben: Aus der Kunstkammer
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Johann Christoph Ludwig Lücke, Dresden (?), um 1703 – 1780 Danzig, Büste eines grimassierenden Mannes, Wachs – gefärbt, Erworben 1979
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Antonio Abondio, Nachfolger (?), Erzherzog Matthias I. von Österreich (1558-1619) (links), Riva am Gardasee 1538 – 1591 Wien (rechts), ca. 1580 I Wachs – gefärbt und bemalt, auf dunklem Grund in einer kupfernen, vergoldeten Kapsel, Erworben: Aus der Kunstkammer
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt

Die Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin versammelt in einer kleinen, erlesenen Kabinettausstellung eine Auswahl ihrer kostbarsten Wachsbildwerke des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Bei den 33 Preziosen – drei davon aus dem Münzkabinett – handelt es sich vorwiegend um kleinformatige, überaus kunstvoll gearbeitete Wachsbildnisse und Porträtmedaillons. Auch Reliefs mit christlichen, mythologischen und allegorischen Darstellungen sowie Statuetten werden gezeigt.

Wachs und Ahnenkult in der Antike 

Das geschmeidige und leicht formbare Naturprodukt Wachs war schon in der Antike als vielseitig einsetzbares Material geschätzt – etwa im Ahnenkult bei der Herstellung von Ahnenmasken, die an die Vorfahren erinnern sollten. Das Wachs wurde durch Einschmelzen der Bienenwaben gewonnen und durch Einkochen unterschiedlicher Zusätze wie Natron gebleicht.

Farbige Wachsporträts in der Renaissance 

Als in der Renaissance das Interesse an der individuellen Erscheinung des Menschen zu erwachen begann, entwickelten italienische Medailleure das mit Pigmenten vermischte farbige Wachsporträt, womit sie eine verblüffende Lebensnähe erreichten. Zu den Erfindern dieser neuen Bildgattung gehört der Norditaliener Antonio Abondio (1538-1591), der in dieser Technik eine unvergleichliche Meisterschaft erlangte. Durch die Hinzufügung von Perlen und Edelsteinen erreichte er eine außergewöhnliche Lebendigkeit, die ihn an die bedeutendsten Adelshäuser Europas führte. Er trug damit wesentlich zur Verbreitung dieses handwerklich anspruchsvollen Verfahrens bei.

Private Miniaturbildnisse und repräsentative Porträtmedaillons

Im Gegensatz zu großformatigen Arbeiten dienten Miniaturbildnisse der intimen Betrachtung und waren in fürstlichen und bürgerlichen Kreisen beliebte Geschenke, mit denen eine enge Verbindung mit der oder dem Beschenkten geknüpft werden sollte. Porträtmedaillons fürstlicher Regenten hingegen erfüllten vorrangig machtpolitische oder dynastische Interessen, indem sie Herrschaftsverhältnisse legitimierten, das Bild des Fürsten verbreiteten und über den Tod hinaus erhielten.

Sammelobjekt Wachsbildwerk

Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Kunstfertigkeit waren Wachsbildwerke begehrte Sammelobjekte, die schnell Eingang in die europäischen Kunstkammern fanden. Die in der Ausstellung gezeigten Objekte entstammen zum Teil der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer. Einen beträchtlichen Zuwachs erfuhr dieser Bestand 1904 und 1918 durch die beiden Schenkungen von Berlins größtem Mäzen, dem jüdischen Kaufmann James Simon (1851-1932).

Eine Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

  • 8. März 10:00 - 18:00
  • 1. Mai 10:00 - 18:00

Standort,

Bode-Museum
Am Kupfergraben, 10178 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

E-Mail,

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  • Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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