Blue Skies, Red Panic

Die 50er Jahre in Europa. Ein fotografischer Rückblick

Museum für Fotografie / Helmut-Newton-Stiftung

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Siegfried Pilz: Der deutsche Schauspieler Viktor de Kowa bestaunt einen kleinen Telefunken Fernseher, Hamburg 1956 © United Archives © United Archives

Die 1950er-Jahre waren in Europa ein Jahrzehnt des Übergangs und des (Wieder-)Aufbaus, der Modernisierung und des Wandels. Dieser Wandel war grundlegend und erreichte alle Europäer, die sich nach Jahren des Zweiten Weltkrieges mit neuen Designs, neuen Konsumgütern, neuen Medien, Musik und Mode nach einer Normalität des Alltags sehnten. Glamour, "trautes Heim" und Wohlstand: das sind bekannte Stereotypen, die den Mythos eines ikonischen Zeitalters prägen.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Diese Ära war von Widersprüchen geprägt: Viele in Europa litten noch immer unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs wie Hunger, Armut, Wohnungsmangel und Vertreibung. Einerseits kam es zu einer Annäherung und Zusammenarbeit zwischen ehemals verfeindeten Nationen, andererseits aber waren zwischenstaatliche Beziehungen von hegemonialer Außenpolitik und innenpolitischer Repression bestimmt, was die bereits bestehende Teilung Europas in Ost und West verschärfte und zu Spannungen des Kalten Krieges bis an den Rand eines Atomkonflikts führte.

Die Fotoausstellung "Blue Skies, Red Panic" beleuchtet eine Ära, die einen gesellschaftlichen und politischen Neuanfang in Europa markierte. Durch Fotografien von bedeutenden Archiven Europas reflektiert die Ausstellung historische Entwicklungen und Ereignisse in acht verschiedenen europäischen Ländern. Die Erzählungen berühren Gesellschaft, Kultur und Politik, und oszillieren zwischen Ost und West, Freiheit und Unterdrückung, Klischee und Normalität.

Mit einem Kaleidoskop von visuellen Eindrücken will die Ausstellung Erinnerungen wachrufen, die uns vertraut sind oder zu einer ganz neuen Entdeckung einladen. Mit dem Rückblick auf die ikonische Ära der 1950er-Jahre in Europa bietet die Ausstellung einen fotografischen Rückblick, ohne in bloße Nostalgie zu verfallen, und fördert ein kritisches Verständnis für die Entstehung der Europäischen Union, in der wir heute leben.

Nach Pisa (Museo della Grafica), Girona (Centre Cultural la Mercè) und Antwerpen (KU Leuven Wirtschaftsfakultät) ist Berlin die vierte und vorerst letzte Station dieser außergewöhnlichen Wanderausstellung, die von den Partnern des Projekts "Fifties in Europe Kaleidoscope" zur Verfügung gestellt und konzipiert wurde. Die Ausstellung, wie auch das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Connecting European Facility Programms kofinanziert.

Eine Ausstellung des Projekts "Fifties in Europe Kaleidoscope" in Kooperation mit dem Institut für Museumsforschung

Museum für Fotografie / Helmut-Newton-Stiftung
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