Brad Downey: Slow Motion Disasters

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

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Brad Downey: Pretending to Be in Control, 2018 © Brad Downey
Vernissage
12.04.2019 19:00 Uhr
Finissage
23.06.2019 18:00 Uhr

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien präsentiert mit "Slow Motion Disasters" eine Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Brad Downey. Beide verbindet eine lange Geschichte: Downey kam erstmals 2003 im Rahmen des Streetart-Festivals Backjumps nach Berlin. 2011 legte er hier als Teil der Ausstellung "Do Not Think" ein unter 20 Farbschichten verborgenes Werk des britischen Street-Art-Künstlers Banksy frei. Mit "Slow Motion Disasters" widmet sich der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien nun den neusten Arbeiten Brad Downeys.

Polizisten beim AcroYoga, Drohnenflüge über militärische Übungsgelände in der kalifornischen Sonora-Wüste, ein bildgewordenes Stück Zaun der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko, ein Melania-Trump-Memorial, das ihren Wurzeln in ihrer Heimatstadt nachspürt, mit brutalistischen Betonlandschaften verschmelzende Tiere – mittels sozialer Plastik kommentiert und unterwandert Brad Downey Gegebenheiten, gesellschaftliche Verhältnisse und politische Machtstrukturen.

International bekannt wurde der in Louisville, Kentucky, geborene Künstler durch seine subversiven Eingriffe und minimalistischen Interventionen im öffentlichen Raum: irritierende Verfremdungen und humorvolle Neuverbindungen scheinbar unzusammenhängender Dinge und Verhältnisse machten 
die starren Normen und Konventionen, die unsere urbane Umgebung dominieren, sichtbar. In seiner Einzelausstellung "Slow Motion Disasters" im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien blickt Downey nun nicht mehr nur auf die Ordnung der Dinge in der Stadt und dem öffentlichen Raum. Anhand einer Bandbreite von Medien, die von Film, Fotografie, Skulptur, Zeichnung bis hin zu raumgreifenden Installationen reicht, nimmt Downey das Verhältnis von Individuum, staatlicher Autorität und politischen Machtverhältnissen in den Fokus. Dabei bewegen sich seine aktiven Eingriffe in ihren Größenordnungen zwischen minimal und megaloman.

Downey nimmt die Rolle eines Tricksters ein, der unsere Seh- und Lesegewohnheiten wie in einem Slapstick mittels Situationskomik und scheinbarer Zufälligkeit zu Fall bringt und den dahinterliegenden realen Wahnwitz offenlegt. Es eröffnet sich ein poetischer Raum für neue Sicht- und Handlungsweisen und nicht zuletzt für eine Begegnung mit dem eigenen tiefen Unwohlsein. Welche Möglichkeiten haben wir im Umgang mit den irrationalen, widersprüchlichen Phänomenen, die wir täglich wahrnehmen, aber nicht wahrhaben wollen? Wie begegnen wir den unausweichlichen Desastern unserer Zeit?

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

Telefon
+49 (30) 902 98-14 54
Fax
+49 (30) 902 98-14 53
Website
www.kunstraumkreuzb…
Montag - Sonntag
11:00 - 20:00 Uhr
Eintritt frei
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