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© Heinz Emigholz und Filmgalerie 451
Heinz Emigholz, Filmstill aus “Goff in der Wüste”, Deutschland 2002–03 © Heinz Emigholz und Filmgalerie 451

Ein Vorreiter des experimentellen Architektur- und Erzählfilms: Seit seinem Frühwerk zur Analyse filmischer Bewegungsformationen in den 1970er Jahren entwickelte Heinz Emigholz eine einzigartige filmische Formsprache. Mit dieser erforscht er das Verhältnis von Filmzeit und Raumerfahrung, von Erinnerungsstruktur und Bewusstsein und die Lücke zwischen ideologischen Erwartungshorizonten und materiell geformten Verhältnissen. Heinz Emigholz‘ filmisches Werk umfasst heute rund 100 Filme. Im HKW werden erstmals seine gesammelten Architekturfilme als retrospektiver Überblick mit u. a. Notizbüchern, Fotografien, Produktionsnotizen und Objekten präsentiert. In den 1990er Jahren begonnen, widmet sich diese Serie den „komplizierten Räumen“ von kanonischen wie marginalisierten Architekten der Moderne, und übersetzt deren Räume in filmische, imaginäre „Architekturen von Zeit”. Die Serie umfasst bis heute Arbeiten zur Architektur von Louis H. Sullivan, Robert Maillart, Bruce Goff, Rudolph Schindler, Adolf Loos, Frederick Kiesler, David Chipperfield, Pier Luigi Nervi, Auguste und Gustave Perret, Samuel Bickels, Eliado Dieste u. a.

Im begleitenden Veranstaltungs- und Kinoprogramm stehen die neueren Spielfilme im Fokus, mit denen Emigholz an seine früheren Arbeiten jenseits gängiger Erzählkonventionen anschließt, und nicht-lineare Erzählformen mit Elementen der Architekturfilme verbindet. So findet im HKW die Uraufführung seines neuen Films Berlin [Underground] statt, in dem Emigholz’ Notizbücher die Hauptrolle spielen, die seit 1983 einen Quellcode des Werkes bilden. Als deutsche Erstaufführung wird der Spielfilm The Lobby gezeigt. Gedreht in den Lobbys verschiedener Apartmenthäuser in Buenos Aires besteht dieser aus einem ebenso sardonischen wie misanthropischen, grotesk-abschreckenden wie reflektierten Monolog einer Figur namens „Old White Male“ (John Erdman) über menschliche Beziehungen, Bewusstsein, und den Tod.

Die begleitende Publikation mit Bildessays des Filmemachers, enzyklopädischen Werkeinträgen und Texten von Gertrud Koch, Dennis Lim, Ulrike Lorenz, Andreas Reihse u. a. ist das erste umfassende Übersichtswerk zu Heinz Emigholz’ Schaffen.

In Kooperation mit der Werkschau im HKW ist im Frühjahr 2022 eine zweite Präsentation von Heinz Emigholz‘ Filmen in der Techne Sphere Leipzig geplant. Dazu werden dort exklusiv die Zeichnungen der Serie Die Basis des Make-Up gezeigt.

Öffnungszeiten,

  • Montag 12:00 - 20:00
  • Dienstag Geschlossen
  • Mittwoch-Sonntag 12:00 - 20:00

Die Corona-Zugangsregelungen für das HKW, das Hygienekonzept und die Präventivmaßnahmen finden Sie hier.

  • 24. Dezember 2021 Geschlossen
  • 31. Dezember 2021 Geschlossen

Standort,

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Telefon,

+49 (30) 39 78 70

Fax,

+49 (30) 394 86 79

Website,

www.hkw.de/countergravity

Preise,

Eintrittspreis 5,00 €

Montags Eintritt frei

Preis ermäßigt 3,00 €

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

5,00 €

Montags Eintritt frei

Preis ermäßigt

3,00 €

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