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Werbegrafik: oben: Karl Hagemeister, Mohnfeld, ca. 1910, Stadtmuseum Brandenburg an der Havel; Foto: Thomas Voßbeck. Unten: Jerry Zeniuk, Untitled Number 325, 2013, Courtesy: The Artist; Foto: Ingrid Scheffler. Design: Gerwin Schmidt, 2023.

Vor 100 Jahren, 1923, richtet Ludwig Justi, der Direktor der Berliner Nationalgalerie, Karl Hagemeister eine große Ausstellung zu seinem 75. Geburtstag aus. Den Schwerpunkt legte Justi auf das Spätwerk, die Wellenbilder. Anlässlich dieser Ausstellung sprach Hagemeister vom „Ende der Malerei“, das er mit seinen Wellenbildern erreicht hätte.

Ausgehend von den Wellenbildern Hagemeisters richtet das Bröhan-Museum den Blick nach vorne, ins 20. und 21. Jahrhundert: Die Schau umfasst malerische, zeichnerische sowie skulpturale und konzeptionelle Ansätze von 18 Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart. Durch die Gegenüberstellung mit zeitgenössischen Werken, die die Malerei auf die Spitze treiben, hinterfragen oder sogar negieren, wird die Modernität des „Farbmalers“ Karl Hagemeister deutlich. Gleichzeitig ermöglicht die Ausstellung einen neuen Blick auf die schier unendlichen Möglichkeiten des Mediums Malerei, immer wieder verbunden mit dem Versuch, das Ende der Malerei noch weiter auszuloten.


Obwohl Hagemeister 1898 zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Secession gehörte, mied er die Großstadt und lebte, von Studienreisen unterbrochen, fast ausschließlich im Havelland. Ohne Rücksicht auf den Käufergeschmack oder die Wünsche von Galeristen nehmen zu müssen, entwickelte Hagemeister dort seinen sehr individuellen Malstil, der im Spätwerk, den Wellenbildern, kulminierte. Als beinahe sein ganzes Werk gemalt war, stellten sich ab 1909 mit der ersten Einzelausstellung in der Galerie Gurlitt Erfolg und öffentliche Anerkennung ein.


Hagemeisters Wellenbilder verkörpern Bewegung, Dynamik und Veränderung. Sein Grundverständnis einer sich stets verändernden und in Bewegung befindlichen Natur zeigt sich hier exemplarisch: Die Welle wird in der Farbe lebendig, die Farbe selbst wird zum Material, zur Welle. Hagemeister malt nicht mehr ein Bild, sondern er malt Farbe. Seine Malerei weist damit weit auf die informelle Kunst der 1950er Jahre und die radikale Malerei der 1980er Jahre voraus.


Die Ausstellung im Bröhan-Museum umfasst rund 60 Werke, darunter zahlreiche Großformate. Neben Bildern Karl Hagemeisters sind Arbeiten von folgenden Künstlerinnen und Künstlern zu sehen: Danja Akulin, Martin Borowski, Herman de Vries, Inge Dick, Ralph Fleck, Christian Frosch, Raimund Girke, Kuno Gonschior, Swaantje Güntzel, Martha Jungwirth, Nina Kluth, Susanne Knaack, Markus Linnenbrink, Sol LeWitt, Morris Louis, Erik Schmidt, Johannes Schramm und Jerry Zeniuk.

Kuratoren der Ausstellung: Dr. Tobias Hoffmann, Fabian Reifferscheidt M.A.
Kuratorische Assistenz: Julia Meyer-Brehm M.A.
Ausstellungsgestaltung: Katleen Arthen

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00

Eine Vorausbuchung ist empfehlenswert, es ist aber auch ein Kauf der Tickets vor Ort möglich.

Standort,

Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a, 14059 Berlin

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Telefon,

+49 (30) 32 69 06-00

Fax,

+49 (30) 32 69 06-26

Website,

www.broehan-museum.de/au…

Preise,

Eintrittspreis 8,00 €

Preis ermäßigt 5,00 €

Kinder unter 18 Jahren sowie angemeldete Schulklassen: Eintritt frei

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

8,00 €

Preis ermäßigt

5,00 €

Kinder unter 18 Jahren sowie angemeldete Schulklassen: Eintritt frei

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