main content start,
Porzellankörper, Detail
© Uli Aigner
One Million Item 6174, Detail
© Uli-Aigner, Michal-Kosakowski
Jede Scherbe hat ihren Sinn
© Uli-Aigner, Michal-Kosakowski
Gefäße in der ganzen Welt: One Million Weltkarte, Detail
© Uli-Aigner, Michal-Kosakowski
One Million Item 3501: Eines der größten Porzellangefäße der Welt, Detail
© Uli Aigner
Der Porzellan Code in der Treppenhalle im Neuen Museum, Detail
© MVF Montage Uli Aigner, Michal Kosakowski

Die in Berlin lebende österreichische Künstlerin Uli Aigner präsentiert ihr lebenslanges Kunstprojekt „One Million“ im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin.

Im Rahmen des Projekts „One Million“ hat es sich Uli Aigner im Jahr 2014 zur Aufgabe gemacht, bis an ihr Lebensende 1.000.000 weiße Porzellan-Essgefäße mit eigenen Händen zu drehen. Sämtliche Gefäße entstehen in eigenständigen aufeinander folgenden Projekten. In jedes Objekt wird eine Nummer in der Reihenfolge seiner Herstellung graviert. Zudem wird ein interaktiver Datensatz im Netz angelegt, der Form und Standort eines jeden Gefäßes auf einer digitalen Weltkarte verzeichnet. 

Im Neuen Museum sind die Arbeiten Aigners an fünf Stationen als Interventionen in Form verschiedener Medien wie Film, Installation und Skulptur präsent und gehen einen eindrücklichen Dialog mit Gefäßen aus der Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte ein. Uli Aigner schlägt damit eine Brücke zwischen moderner angewandter Kunst und der Formgebung aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit und lässt die Besucher*innen an einem ganz neuen Blick auf prähistorische Gefäßkeramik teilhaben.

Interaktives Projekt

Uli Aigners ästhetisches Konzept basiert auf der unmittelbaren Interaktion mit Menschen. So lädt die Künstlerin vor Ort zehn Besucher*innen ein, sich ein Gefäß nach ihren eigenen Vorstellungen zu wünschen. In mehreren Kommunikationssitzungen erarbeiten Künstlerin und Besucher*in gemeinsam Form und Inhalt des Gefäßes, das Uli Aigner danach auf ihrer Drehscheibe individuell anfertigt. Der gesamte Prozess vom Erstkontakt bis zur Fertigstellung des Gefäßes wird filmisch dokumentiert. Ausgangsbasis dieser drei- bis sechsminütigen Kurzfilme sind alle Materialien, die durch Kommunikation mit dem Gegenüber entstanden sind. Die daraus resultierenden Objektinformationen sind digital zugänglich und durch QR-Codes vor Ort abrufbar. Eingebrannt wurden sie mittels individueller Kobalt-Siebdrucke in die Glasur des jeweiligen Porzellans. Mit der Präsentation – auf einem langen, schmalen Tisch im Übergang vom Steinzeit- in den Bronzezeitsaal – der zehn Porzellangefäße in unterschiedlichen Formen und Größen, die berührt werden dürfen, ermöglicht Uli Aigner zusätzlich haptische Erfahrungen.

Monumentale Installationen und Gefäße

In der zentralen Treppenhalle des Neuen Museums sind die bislang für das Projekt „One Million“ produzierten ca. 7.000 Porzellangefäße Uli Aigners in Form einer Filminstallation zu sehen. Rund 700 gebrannte und ungebrannte, zerbrochene und ganze Gefäße aus dem „One Million“-Archiv türmen sich im oberen Bereich der Treppenhalle wie Korallenablagerungen auf. „One Million Item Nr. 1“, das erste Porzellangefäß, dass Uli Aigner im Dezember 2014 hergestellt hat, wird in einer Vitrine im Roten Saal des Neuen Museums gezeigt. Zwischen Bronzezeit- und Eisenzeitsaal befinden sich die bislang großformatigsten Objekte der Künstlerin: Das größte Porzellangefäß der Welt, „Item 3501“, misst 2,40 m in der Höhe und 1,15 m im Durchmesser und wiegt ca. 800 kg. Das skulptural verformte Gefäß „Item 3502“ ist 1,50 m hoch und wiegt ca. 400 kg. Monumentale Gefäße dieser Größenordnung existieren aus Steinzeug oder Ton, aber bisher nicht aus Porzellan. 

Die Künstlerin Uli Aigner

Uli Aigner (*1965 in Österreich) studierte nach ihrer Töpferlehre Produktdesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien und Digitale Bildgestaltung an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit den 1990er-Jahren präsentiert sie ihre Arbeiten in renommierten internationalen Museen, Institutionen und Galerien. Im Mai 2015 gründete sie ihre eigene Weißdreherinnen-Werkstatt in ihrem Atelier in der Brandenburgischen Straße in Berlin.

Die von ihr verwendete Porzellanmasse kommt aus der Stadt Limoges in Frankreich, die seit 1771 für die Herstellung von Porzellan bekannt ist. Die transparente Glasur zeigt die feine Elfenbeinfarbe des bei 1.300 Grad Celsius dicht gebrannten Porzellanscherbens. Mit ihren schlichten und klar in der Form gehaltenen Schalen, Bechern, Schüsseln und Tellern macht Uli Aigner Porzellan selbst als Speichermedium zum Thema ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Ihr Kunstprojekt versteht sie als lebenslange Performance mit dem Ziel den Sinn für die eigene Existenz zu schärfen.

Eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00
Letzter Einlass

30 Min. vor Schließung

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

  • 1. Januar 12:00 - 18:00
  • 8. März 10:00 - 18:00
  • 1. Mai 10:00 - 18:00
  • 24. Dezember Geschlossen
  • 25. Dezember 10:00 - 18:00
  • 26. Dezember 10:00 - 18:00
  • 31. Dezember 10:00 - 14:00

Standort,

Neues Museum
Bodestraße 1, 10178 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

E-Mail,

[javascript protected email address]

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Führungsbuchungen

+ ()

Katalog

Service

Servicetelefon

+49 (30) 266 42 42 42

Veranstalter

  • Museum für Vor- und Frühgeschichte

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

Schwerter und Lanze, Bronze. 9.-8. Jh. v. Chr., Stölln, Deutschland
© SMB, Museum für Vor- und Frühgeschichte / K. Göken
Schwerter und Lanze, Bronze. 9.-8. Jh. v. Chr., Stölln, Deutschland © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Klaus Göken

Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit

Goldener Fingerring in Form einer Schlange, Fundort unbekannt, 2. Jahrhundert v. Chr.
© Römisch-Germanisches Museum/Rheinisches Bildarchiv Köln / Anja Wegner

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Büste der Königin Nofretete, Neues Reich, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten, Um 1340 v. Chr.
© Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Jürgen Liepe

Altes Ägypten

Querschnitt durch das Spektrum des Schatzfundes von Neupotz, 2. Hälfte 3. Jh. n. Chr.
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Klein

Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz

Den Berliner Goldhut zieren verschiedene Kreisornamente, die als lunisolarer, d.h. auf Sonne und Mond basierenden Kalender verstanden werden können. Sie stehen für die Verbindung von Kult, Wissen und auch materiellem Reichtum.
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Plamp

Vor- und Frühgeschichte

Ausschnitt eines farblich gefassten Reliefs aus dem Grab es Beamten Merib
© Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Abenteuer am Nil

Preußen und die Ägyptologie 1842-45

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum