Deutschland wird eins

Der Abbau der innerdeutschen Grenze

Museum in der Kulturbrauerei

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© Stiftung Haus der Geschichte/Bernd-Horst Sefzik

Im November 1989 sind viele Deutsche überwältigt vom Fall der Berliner Mauer.
Das SED-Regime in der DDR beugt sich dem Druck und beschließt noch im Dezember den Abriss der Grenzanlagen. Der Rückbau beginnt zunächst willkürlich und unkoordiniert. Während im Zentrum Berlins die Arbeiten bereits im November 1990 abgeschlossen sind, dauert der Abbau der knapp 1.400 km innerdeutscher Grenze bis Mitte der 1990er Jahre an.

Noch im Herbst 1989 entschließen sich die sechs Fotografen Bernd-Horst Sefzik, Gerhard Zwickert, Eberhard Klöppel, Peter Leske, Werner Schulze sowie Heinz Dargelis, den Zustand der Grenze zu dokumentieren. Von der Ostsee, über Berlin bis zum Dreiländereck in Bayern entstehen beeindruckende Aufnahmen. Mit ihren individuellen Blickwinkeln fangen sie bis zum Mai 1990 Bilder von der Grenzanlage ein, wie sie zuvor von östlicher Seite nicht existieren.
Die Fotografen faszinieren neben dem neu entstehenden Alltag an der Grenze auch die technische Seite der Grenzanlage sowie die neuen Aufgaben der Grenzsoldaten. Unvermittelt kehrt sich ihr Auftrag um: Sie sollen die Grenze nun nicht mehr bewachen, sondern abbauen. Trotz des Rückbaus haben Spuren der Grenzanlagen die Zeit bis heute überdauert.

Der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf hat die Veränderungen der Landschaft entlang der Grenzlinie festgehalten und zeichnet ein eindrucksvolles Bild des Grünen Bandes. Es erinnert an die innerdeutsche Grenze und verbindet auf diese Weise wieder Ost und West.

Museum in der Kulturbrauerei
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