main content start,
Ernst Ludwig Kirchner, Porträt Otto Mueller, Detail, 1915, Farbholzschnitt von zwei Stöcken
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
Max Beckmann, Die Nacht, Detail, 1919, Lithographie, Blatt 7 der Folge Die Hölle
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
Ernst Barlach, Die Dome, Detail, 1922, Holzschnitt, Blatt 2 der Folge Die Wandlungen Gottes
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz
Wassily Kandinsky, Kleine Welten III, Detail, 1922, Farblithographie, Blatt 3 der Folge Kleine Welten
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz
Emil Nolde, Dampfer (groß hell), Detail, 1910, Radierung
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Volker-H. Schneider, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024
Otto Mueller, Fünf gelbe Akte am Wasser, Detail, 1921, Farblithographie
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Volker-H. Schneider
Käthe Kollwitz, Pietà III, Detail, 1903, Farblithographie
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

1937 wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ auch aus dem Berliner Kupferstichkabinett zahlreiche Werke der klassischen Moderne entfernt. Der damalige Kustos Willy Kurth rettete dabei wagemutig Hunderte von Graphiken vor dem drohenden Verlust. In Anlehnung an die 2023 erschienene Publikation „Die Aktion ‚Entartete Kunst‘ 1937 im Berliner Kupferstichkabinett“ zeigt die Ausstellung anhand ausgewählter Werke, was damals der Beschlagnahmung entging. Mit Arbeiten von Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Henri Matisse, Edvard Munch und Pablo Picasso zeigt sie darüber hinaus das herausragende Profil des Kupferstichkabinetts im Bereich der Moderne auf.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand von rund 95 ausgewählten Arbeiten, was an druckgraphischen Einzelblättern und Mappenwerken 1937 mutig gerettet wurde und dem Verlust entging. Viele dieser Werke, die heutzutage zu den besten der jeweiligen Künstler*innen zählen, wurden damals in deutschen Museen beschlagnahmt und zum Teil gegen Devisen ins Ausland verkauft. Ebenso verdeutlicht die Ausstellung das damals hinsichtlich Qualität und Quantität der Werke herausragende Profil des Berliner Kupferstichkabinetts auf dem Feld der Moderne, das nach dem Zweiten Weltkrieg – in den Jahren der deutschen Teilung im Westen und Osten Berlins – ebenso mühsam wie erfolgreich wiederaufgebaut wurde.

Die Aktion „Entartete Kunst“ 1937 im Berliner Kupferstichkabinett

Im Sommer 1937 wurden im Rahmen der NS-Aktion „Entartete Kunst“ in großem Umfang Werke der heute klassischen Moderne als „auszumerzende Verfallskunst“ aus den Beständen des Berliner Kupferstichkabinetts entfernt. Bei einer ersten Beschlagnahmung am 7. Juli, die im Vorfeld der zwölf Tage später in München eröffneten Feme-Ausstellung „Entartete Kunst“ erfolgte, verlor die Sammlung über 100 Werke, die unter anderem von Max Beckmann, Otto Dix und Emil Nolde stammten.

Als es am 14. und 16. August desselben Jahres zu einer noch größeren Entzugsaktion kam, die schließlich wohl mehr als 700 Arbeiten betraf, gelang es dem damaligen Moderne-Kustos Willy Kurth, besonders wichtige Werkgruppen bedeutender Künstler*innen zu retten. Sein riskanter Einsatz, der im gezielten Austausch von Graphiken bestand, erfolgte heimlich hinter dem Rücken seines sich den Nationalsozialisten gegenüber kooperativ zeigenden Direktors Friedrich Winkler. Auf diese Weise verblieben – oftmals in anderen Bereichen der Sammlung versteckt – hunderte Arbeiten an der Sammlung. Während etwa Künstler*innenporträts und farbige Graphik gerettet wurden, „opferte“ Kurth viele Landschaftsdarstellungen oder die Werke weniger bedeutender Künstler*innen.

Anlass für die Sonderausstellung ist das 2023 erschienene Buch „Die Aktion Entartete Kunst 1937 im Berliner Kupferstichkabinett. Kustos Willy Kurth rettet Meisterblätter der Moderne“ (Lukas Verlag, Berlin) von Anita Beloubek-Hammer, der langjährigen Kuratorin für die Moderne am Berliner Kupferstichkabinett. Initiiert und großzügig finanziert wurde die umfassende Publikation von der Ferdinand-Moeller-Stiftung, Berlin.

Kurator

„Die gerettete Moderne. Meisterwerke von Kirchner bis Picasso“ wird kuratiert von Andreas Schalhorn, Kurator für die moderne Kunst am Kupferstichkabinett.


Medienkooperationen: ARTE, tipBerlin

Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Freitag 10:00 - 18:00
  • Samstag-Sonntag 11:00 - 18:00

Gültig für Sonderausstellungen.

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

Standort,

Kupferstichkabinett
Matthäikirchplatz 8, 10785 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

Preise,

Eintrittspreis 8,00 €

Ausstellung. Die gerettete Moderne. Meisterwerke von Kirchner bis Picasso

Preis ermäßigt 4,00 €

Ticket kaufen

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

8,00 €

Ausstellung. Die gerettete Moderne. Meisterwerke von Kirchner bis Picasso

Preis ermäßigt

4,00 €

Ticket kaufen

Katalog

Service

Servicetelefon

+49 (30) 266 42 42 42

Veranstalter

  • Kupferstichkabinett

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

Horst Strempel, Erschießung revolutionärer Matrosen, Detail, 1951/52
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

(Un)seen Stories

Suchen, Sehen, Sichtbarmachen

Johan Barthold Jongkind, Abendsonne – Hafen von Avers, Detail, 1868, Radierung
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Der andere Impressionismus

Internationale Druckgraphik von Manet bis Whistler

Moshtari Hilal: Plastik und Perfektion, 2023–2024. Foto © Alberto Novelli
Moshtari Hilal: Plastik und Perfektion, 2023–2024. Foto © Alberto Novelli

Sonderausstellung

Akademie der Künste / Hanseatenweg

The Breath of a House is the Sound of Voices Within

Joseph Beuys, Das Kapital Raum 1970–1977, Detail, 1980, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Dauerausstellung

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Joseph Beuys

Sammlungspräsentation

In der Nähe

Keyvisual der Ausstellung „More Than Human. Design nach dem Anthropozän“
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Gestaltung: cyan Berlin

Dauerausstellung

Kunstgewerbemuseum

More than Human

Design nach dem Anthropozän

Moshtari Hilal: Plastik und Perfektion, 2023–2024. Foto © Alberto Novelli
Moshtari Hilal: Plastik und Perfektion, 2023–2024. Foto © Alberto Novelli

Sonderausstellung

Akademie der Künste / Hanseatenweg

The Breath of a House is the Sound of Voices Within

Joseph Beuys, Das Kapital Raum 1970–1977, Detail, 1980, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Dauerausstellung

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Joseph Beuys

Sammlungspräsentation

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum