Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Hamburger Bahnhof / Thomas Bruns © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection sowie der Sammlung Marzona. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

Aktuell sind folgende Sammlungspräsentationen zu sehen: 

Bis 7.10.2018

Menschenrechte des Auges
Ein Bilderatlas zur Sammlung Marx

1982 wurde in der Neuen Nationalgalerie eine Ausstellung mit Werken von Joseph Beuys, Robert Rauschenberg, Cy Twombly und Andy Warhol eröffnet, die aus der Sammlung von Erich Marx stammten. Erweitert um Arbeiten von Anselm Kiefer und anderen Künstler*innen, bildet die Sammlung Marx seit 1996 einen wichtigen Fixpunkt im Hamburger Bahnhof. Den kulturellen und gesellschaftspolitischen Verflechtungen der gezeigten Kunstwerke gehen cyan (Daniela Haufe und Detlef Fiedler) anhand von künstlerischen Collagen assoziativ nach. Indem sie Bilder und Objekte aus verschiedenen Epochen und kulturellen Kontexten zusammenbringen, erinnern die Collagen an die Bildtafeln, mit denen der Kulturhistoriker Aby Warburg Anfang des 20. Jahrhunderts das Nachleben der Antike erforschte. Der Titel Menschenrechte des Auges entstammt seiner Forderung nach der Unabhängigkeit der Kunst von gesellschaftlichen Normen. Die Collagen lassen zudem an Warhols einzigartiges Archiv seines Schaffens, die Time Capsules (1974–87), denken. Ob Bildtafeln, Time Capsules oder Collagen – das Nebeneinander von Bildern und Objekten zeichnet stets eine Offenheit aus, die nichts festschreibt, sondern einlädt, die Bezüge der Werke bildnerisch weiter zu denken.

Bis auf Weiteres
Joseph Beuys

Im Westflügel sind Hauptwerke von Joseph Beuys zu sehen, darunter Das Ende des 20. Jahrhunderts, Straßenbahnhaltestelle, Unschlitt und Richtkräfte einer neuen Gesellschaft. Seit 2016 findet die weltweit einmalige Präsentation großformatiger Skulpturen des deutschen Künstlers eine Erweiterung in der Kleihueshalle. Die jüngste Erwerbung des Sammlers Erich Marx, das Environment Das Kapital Raum 1970–1977, 1980 von Beuys für die Venedig-Biennale geschaffen, ist dort dauerhaft installiert. Die Arbeit bezieht sich, wie ihr Titel ausweist, auf die Begriffsarbeit von Beuys, vor allem auf seinen in Auseinandersetzung mit Karl Marx entwickelten neuen Kapitalbegriff. Beuys hatte in Gesprächen mit dem Publikum während der documenta 5 und 6 u.a. diesen Begriff herausgearbeitet, der sich nicht mehr auf das ökonomische, sondern auf das geistig-kreative Vermögen des Menschen bezog. Insofern hat Beuys die Kunst als modellhaften Ausdruck der Schöpferkraft (Kunst = Kreativität) mit dem Kapital (Kunst = Kapital) gleichgesetzt. Die 36 Tafeln an der Rückwand des Raumes legen Zeugnis von diesem diskursiven Prozess ab. Die auf dem Boden verteilten Instrumente, Gebrauchsgegenstände, getrocknete Gelatine und Tafeln beziehen sich auf zwei Aktionen, die Beuys 1970 in Basel und Edinburgh aufgeführt hatte.

Bis auf Weiteres
Skulpturen im Außenraum

Im Außenraum vor und hinter dem Museumsgebäude sind Skulpturen und installative, zum Teil begehbare Arbeiten von Georg Baselitz, Urs Fischer, Robert Indiana, John Knight, Bruce Nauman und Franz West ausgestellt. Außerdem ist eine Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin zu sehen. Die Leuchtstoffröhren mit blauem und grünem fluoreszierenden Licht entwarf Flavin 1996 eigens für die Fassade und die historischen Seitenflügel des Museums.

 

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Veranstalter

Nationalgalerie

Website
www.smb.museum/auss…
Montag
Geschlossen
Dienstag - Mittwoch
10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag
10:00 - 20:00 Uhr
Freitag
10:00 - 18:00 Uhr
Samstag - Sonntag
11:00 - 18:00 Uhr
1. Januar
12:00 - 18:00 Uhr
1. Mai
11:00 - 18:00 Uhr
3. Oktober
11:00 - 18:00 Uhr
24. Dezember
Geschlossen
25. Dezember
11:00 - 18:00 Uhr
26. Dezember
11:00 - 18:00 Uhr
31. Dezember
Geschlossen
Eintrittspreis
14,00 €

Hamburger Bahnhof mit Sonderausstellungen. An jedem 1. Donnerstag im Monat von 16:00 bis 20:00 Uhr Eintritt frei.

Preis ermäßigt
7,00 €

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