main content start,
Cristoforo Savolini (zugeschrieben), Heilige Lucretia, Dauerleihgabe Günter Leidner
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt
Daniele Crespi, Tobias heilt Tobit, Dauerleihgabe Günter Leidner
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt
Giovanni Andrea De Ferrari, Die büßende Magdalena, Dauerleihgabe Günter Leidner
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt
Antonio Zanchi, Samson und Dalila, Detail, ca. 1670/1680, Öl auf Leinwand, Dauerleihgabe Günter Leidner
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie

Durch eine großzügige Schenkung des Sammlers Dr. Günter Leidner wurden die Bestände der Gemäldegalerie jüngst durch drei bedeutende Werke der norditalienischen Maler Antonio Zanchi, Cristoforo Savolini und Daniele Crespi bereichert. Nach sorgfältiger Restaurierung werden die Gemälde nun im Rahmen einer Sonderpräsentation mit weiteren Werken Norditaliens der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der Ausstellung verabschiedet sich der langjährige Kustos Roberto Contini von der Gemäldegalerie.

Die Bestände der Berliner Gemäldegalerie waren im Bereich der italienischen Malerei des 17. Jahrhunderts, besonders der norditalienischen Malerei, bislang weniger breit aufgestellt. Eine großzügige Schenkung dreier Gemälde durch den Ludwigsburger Sammler Dr. Günter Leidner trägt nun dazu bei, diese Lücke zu schließen. Die Werke stammen von Antonio Zanchi, Cristoforo Savolini und Daniele Crespi und wurden für die Ausstellung umfänglich restauriert.

„Samson und Delilah“ von Antonio Zanchi

Die Darstellung von „Samson und Delilah“ Antonio Zanchis, der der venezianischen Schule angehört, schmückte bereits zeitweise als Supraporte den Raum der Gemäldegalerie zum venezianischen 18. Jahrhundert. Nun ergänzt die große Leinwand die Gemälde des venezianischen Spätbarocks. Obgleich Letztere nicht sehr zahlreich sind, weisen sie doch häufig eine hohe Qualität auf, wie etwa Pietro Liberis „Diana und Aktaion“ oder Apollos „Musikwettstreit“ von Johann Carl Loth bezeugen. Im Rahmen der Sonderpräsentation wird Loths Werk erstmals seit langem wieder in der Gemäldegalerie zu sehen sein.

„Heilige Lucretia“ von Cristoforo Savolini (zugeschrieben)

Von Cristoforo Savolini aus Cesena stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Darstellung der Selbstmörderin „Lukretia“. Das Gemälde ergänzt die Bestände im Bereich der Emilianischen Schule und schließt stilistisch an die Werke der Schule Guercinos in der Romagna an. Zu dieser gehört auch Guido Cagnacci, von dem Savolini stark geprägt wurde.

„Tobias heilt seinen Vater“ von Daniele Crespi

Auch der dritte Neuzugang, die Darstellung „Tobias heilt seinen Vater“ des Malers Daniele Crespi, stellt eine Bereicherung für die Gemäldegalerie dar. Denn die Maler der Lombardischen Schule des 17. Jahrhunderts waren bislang einzig mit einem Werk Francesco Cairos, dem „Traum Josephs“, vertreten. Crespi zählte zu den Schülern Ceranos und Giulio Cesare Procaccinis, verstarb aber früh, sodass seine Werke selten sind.

Weitere Werke der Ausstellung

Neben den drei Gemälden aus der Sammlung Leidner und den Werken von Loth und Cairo werden in der Ausstellung eine „Vertreibung Hagars“ aus der Venezianischen Schule des späten 17. Jahrhunderts aus Privatbesitz sowie drei weitere Werke der Gemäldegalerie gezeigt. Bei Letzteren handelt es sich um Arbeiten, die zuvor nie zu sehen waren: Eine „Büßende Magdalena“ des Genueser Giovanni Andrea de Ferrari, einen „Johannisknaben“ aus dem Umkreis des berühmten Cerano (eigentlich Giovanni Battista Crespi) und ein kleinformatiges Werk mit „Polyphem und Galathea“, das dem aus Vicenza stammenden, besonders in den Marken tätigen Pasqualino Rossi zugeschrieben werden kann.

Kurator

Die Ausstellung „Die Schenkung Leidner. Norditalienische Malerei des 17. Jahrhunderts“ wird kuratiert von Roberto Contini, dem langjährigen Kustos für italienische und spanische Malerei 1500–1700 und französische Malerei 1600–1700. Mit dieser Sonderpräsentation geht Roberto Contini nach 24 Jahren an der Gemäldegalerie in den Ruhestand.

Publikation zur Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Michael Imhof Verlag, Petersberg, 80 Seiten, ISBN 978-3-7319-1399-3, Preis: 19,95 €.


Eine Sonderpräsentation der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

Die Studiengalerie ist vorübergehend geschlossen.

Einige Hauptwerke der Sammlung können vorübergehend nicht ausgestellt sein: Sammlung auf Reisen

  • 19. Mai 2024 10:00 - 18:00
  • 20. Mai 2024 10:00 - 18:00
  • 1. Mai 10:00 - 18:00

Standort,

Gemäldegalerie
Matthäikirchplatz 4, 10785 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

Preise,

Eintrittspreis 12,00 €

Gemäldegalerie Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

Kulturforum alle Ausstellungen: 20,00 €

Preis ermäßigt 6,00 €

Kulturforum alle Ausstellungen: 10,00 €

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

12,00 €

Gemäldegalerie Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

Kulturforum alle Ausstellungen: 20,00 €

Preis ermäßigt

6,00 €

Kulturforum alle Ausstellungen: 10,00 €

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

Jahreskarte

Für Informationen klicken Sie hier.

Partner beim Museumspass Berlin

Katalog

Service

Servicetelefon

+49 (30) 266 42 42 42

Veranstalter

  • Gemäldegalerie

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

Kinder-Reich in der Gemäldegalerie. Die Werkstatt des Malers
© Staatliche Museen zu Berlin / Valerie Schmidt

Kinder-Reich in der Gemäldegalerie. Die Werkstatt des Malers

Rob Swainston, Zorawar Sidhu, May 24, Detail, aus der Serie Doomscrolling, 2021, Farbholzschnitt
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz © Courtesy of the Artists and Petzel Gallery, New York

Zorawar Sidhu und Rob Swainston

Pest und Protest

Frans Hals, Catharina Hooft mit ihrer Amme, Detail, um 1619/20
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt

Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert

Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto, Der Canal Grande, Detail, 1759/60, Öl auf Leinwand
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Dietmar Gunne

Vom Canal Grande an die Spree

Die Streitsche Stiftung für das Graue Kloster

Frans Hals, Malle Babbe, Detail, um 1640, Berlin
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt

Frans Hals

Meister des Augenblicks

Image: Ingo Gerken, BIBLIOSCULPTURE 151, 2024, business card, open book with images of a work by Carsten Höller: „Kinder demonstrieren für die Zukunft“, 1991 (photos: David Brandt) in: „REVIEW – 32 Jahre, Künstlerhaus Bethanien“, Hrsg. Christoph Tannert,
Ingo Gerken

Sonderausstellung

Künstlerhaus Bethanien

Ingo Gerken

ANARCHIVISTICS

In der Nähe

Blick in die Modegalerie
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Achim Kleuker

Dauerausstellung

Kunstgewerbemuseum

Ein Haus für Angewandte Künste, Mode und Design

Image: Ingo Gerken, BIBLIOSCULPTURE 151, 2024, business card, open book with images of a work by Carsten Höller: „Kinder demonstrieren für die Zukunft“, 1991 (photos: David Brandt) in: „REVIEW – 32 Jahre, Künstlerhaus Bethanien“, Hrsg. Christoph Tannert,
Ingo Gerken

Sonderausstellung

Künstlerhaus Bethanien

Ingo Gerken

ANARCHIVISTICS

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum