Die Strahlkraft der Alhambra

Pergamonmuseum

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© SMB, Museum für Islamische Kunst / J. Kramer

Kultur und Traditionen überstehen historische Umbrüche oft auf erstaunliche Art. Die Sonderpräsentation „Die Strahlkraft der Alhambra“ im Buchkunstkabinett des Museums für Islamische Kunst zeigt, wie die islamisch geprägte Kultur das westliche Mittelmeer auch nach dem Ende des muslimischen Spanien 1492 bereicherte: Fein verzierte Buchseiten, raffinierte Keramiken, Fotografien und weitere faszinierende Objekte vom 15. bis ins 20. Jahrhundert belegen in der Ausstellung das Überdauern traditioneller Kulturpraktiken.

Die Alhambra in Granada ist eines der bedeutendsten Monumente islamischer Kunst im Süden des heutigen Spanien. Wie kaum ein zweiter Ort steht diese Palastburg für die Entwicklung der Künste in al-Andalus – so die arabische Bezeichnung der iberischen Halbinsel. Die Alhambra war der Herrschersitz des letzten muslimischen Reichs, das 1492 von christlichen Königreichen erobert wurde. Das politische Ende dieser Ära führte aber keineswegs zu einem Bruch mit den kulturellen Wurzeln.

Kulturelles Erbe als lebendiger Teil der Kultur

Hier setzt die Sonderpräsentation an und versammelt 55 Objekte, die das Überdauern islamisch geprägter kultureller Praktiken und künstlerischer Formen auf der iberischen Halbinsel eindrücklich belegen: Anhand von Keramikarbeiten, wie sie heute noch oft im Süden Spaniens zu finden sind, zeigt sich dies besonders. Künstlerische Ausdrucksformen wurden nicht „nur“ weitergegeben, sie wurden weiterentwickelt und adaptiert, sich zu eigen gemacht und blieben somit lebendiger Teil der Kultur.

Aber auch im Maghreb wurde über Jahrhunderte das kulturelle Erbe al-Andalus weiter gepflegt: Eine auf der iberischen Halbinsel und in Nordwestafrika gemeinsam entwickelte Ornament-Tradition, ähnliche Schriftarten und Gestaltungsvorlieben in der Buchkunst verdeutlichen, wie kulturelles Erbe auch außerhalb enger geografischer Grenzen weiterbesteht.

Nicht zuletzt die noch junge Fotografie rückte im 19. Jahrhundert die Kultur al-Andalus’ in den Fokus der Aufmerksamkeit und sorgte für ein weltweites Interesse am Kulturerbe des muslimischen Spaniens. Auf den vielleicht ältesten Fotografien des Museums für Islamische Kunst von 1852 hält Felix Alexander Oppenheim die Alhambra und weitere Kulturdenkmäler Spaniens in Bildern fest. Im Dialog mit rund 50 Jahre jüngeren Aufnahmen eines lokalen Fotostudios werden die Veränderungen in der Alhambra sichtbar und belegen, wie stark das 19. Jahrhundert unsere Sicht auf die Geschichte al-Andalus auch weiterhin prägt.

Eine Sonderausstellung des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

Pergamonmuseum
Am Kupfergraben 5
Besuchereingang über James-Simon-Galerie, Bodestraße
10117 Berlin

Veranstalter

Museum für Islamische Kunst

Servicetelefon
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Führungsbuchungen
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Website
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Montag
Geschlossen
Dienstag - Sonntag
10:00 - 18:00 Uhr

Achtung: Im Zuge der Sanierung bleibt der Saal mit dem Pergamonaltar bis voraussichtlich 2023 geschlossen. Von der Schließung betroffen sind der Nordflügel sowie der hellenistische Saal. Der Südflügel des Pergamonmuseums mit dem Ischtar-Tor, der Prozessionsstraße und dem Marktor von Milet sowie dem Museum für Islamische Kunst bleibt weiterhin geöffnet. Der Besuch ist nur mit einem Zeitfensterticket möglich, das ausschließlich online gebucht werden kann: www.smb.museum/tickets. Gemäß der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats vom 29. März 2021 ist der Besuch der Museen nur möglich unter Vorlage eines tagesaktuell bescheinigten, negativen Ergebnisses eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test (sogenannter Corona-Schnelltest) oder eines negativen Testergebnisses eines PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus, das nicht älter als 24 Stunden ist. Selbsttests sind als Nachweis leider nicht zugelassen. Auch für gegen Corona geimpfte Personen ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses notwendig. Informationen zu den Teststellen finden Sie unter www.test-to-go.berlin. Besucher*innen sind außerdem verpflichtet, in allen Innenräumen der Museen eine FFP2-Gesichtsmaske zu tragen.

1. Mai
10:00 - 18:00 Uhr
Eintrittspreis
12,00 €

Pergamonmuseum Bereichskarte Museumsinsel: 19,00 €, inklusive "Pergamonmuseum. Das Panorama" Das Museumsinselticket kann online und an allen Kassen erworben werden. Für den Besuch der einzelnen Museen wird ein zusätzliches Zeitfenster benötigt, das kostenfrei gebucht werden kann: www.smb.museum/tickets.

Preis ermäßigt
6,00 €

Pergamonmuseum inklusive "Pergamonmuseum. Das Panorama" Bereichskarte Museumsinsel: 9,50 €

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