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Emil Nolde, Brennendes Gehöft, undatiert (Ausschnitt)
© Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Die Sünderin, 1926 , Öl auf Leinwand, 86 × 106 cm
© Nolde Stiftung Seebüll / SMB, Nationalgalerie / Jörg P. Anders
Emil Nolde, Die Sünderin, 1926 , Öl auf Leinwand, 86 × 106 cm © Nolde Stiftung Seebüll / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders
Emil Nolde, Reife Sonnenblumen, 1932, Öl auf Leinwand, 73,5 × 89 cm
© Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Reife Sonnenblumen, 1932, Öl auf Leinwand, 73,5 × 89 cm © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Verlorenes Paradies, 1921, Öl auf Leinwand, 106,5 × 157 cm
© Nolde Stiftung Seebüll / Fotowerkstatt Elke Walford und Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Verlorenes Paradies, 1921, Öl auf Leinwand, 106,5 × 157 cm © Nolde Stiftung Seebüll / Fotowerkstatt Elke Walford und Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Altes Bauernpaar, o. D. (vor 1942), Aquarell, 21,9 × 16,5 cm
© Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Altes Bauernpaar, o. D. (vor 1942), Aquarell, 21,9 × 16,5 cm © Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Gaut der Rote, o. D. (vor/um 1938) , Aquarell und Tusche, 25,5/6 × 18,3/6 cm
© Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Gaut der Rote, o. D. (vor/um 1938) , Aquarell und Tusche, 25,5/6 × 18,3/6 cm © Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Herrin und Fremdling, o. D. (wahrscheinlich Vorlage für das Gemälde Nordische Menschen, 1938), Aquarell, 17,1 × 22,5 cm
© Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Herrin und Fremdling, o. D. (wahrscheinlich Vorlage für das Gemälde Nordische Menschen, 1938), Aquarell, 17,1 × 22,5 cm © Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Heiliges Opfer, o. D. (vor/um 1940), Aquarell, 18,8 × 14,3 cm (Ausschnitt)
© Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Heiliges Opfer, o. D. (vor/um 1940), Aquarell, 18,8 × 14,3 cm (Ausschnitt) © Nolde Stiftung Seebüll / Dirk Dunkelberg

Der Expressionist Emil Nolde (1867–1956) ist der wohl berühmteste „entartete Künstler”: von keinem anderen Maler wurden während des Nationalsozialismus so viele Arbeiten beschlagnahmt und derartig prominent in der Propagandaausstellung ‚Entartete Kunst’ zur Schau gestellt.

Wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu unserem Wissen, dass Nolde NS-Parteimitglied war und bis zum Kriegsende den Glauben an das nationalsozialistische Regime nicht verlor? Der Kunstkritiker Adolf Behne bezeichnete Nolde anlässlich seines 80. Geburtstags 1947 pointiert als „entarteter ‚Entarteter‘“. Dass Emil Nolde ein Parteimitglied war, ist seit langem bekannt. Aber was dies mit seiner Kunst zu tun hat, und wie sich die historischen Umstände des Nationalsozialismus auf sein Kunstschaffen ausgewirkt haben, ist bisher noch nie umfassend in einer Ausstellung untersucht worden.

Die Ausstellung "Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus" beruht auf den Ergebnissen eines langjährigen Forschungsprojektes, das erstmals die umfangreichen Bestände des Nolde-Nachlasses in Seebüll auswerten konnte, und dabei so viel Neues zu Tage brachte, dass die bisherige Nolde-Erzählung revidiert werden muss.

So präsentiert die Ausstellung zum Beispiel die berühmten „Ungemalten Bilder“ – die kleinformatigen Aquarelle, die Nolde während der Zeit seines Berufsverbotes angeblich heimlich in Seebüll malte – in einem ganz neuen Licht. Mit über 100 teilweise bislang nicht gezeigten Originalen, die mit Bezug auf Noldes Schriften und im Kontext ihrer historischen Entstehungsumstände präsentiert werden, zeigt die Ausstellung die vielschichtigen Beziehungen zwischen Bildern, Selbstinszenierungen des Künstlers, Verfemung und Legendenbildung auf:

Wie wirkte sich das ‚Dritte Reich‘ auf Emil Noldes künstlerisches Werk aus?
Welche Auswirkungen hatten Diffamierung und Berufsverbot auf Noldes künstlerische Praxis, und auf seine politische Einstellung?
Inwiefern korrespondieren einige seiner Werke, beispielsweise seine Darstellungen mythischer Opferszenen oder nordischer Menschen, mit Noldes Sympathien gegenüber dem Regime?
Und wie entstanden die Nolde-Mythen der Nachkriegszeit?

Herzstück der Ausstellung ist eine Rekonstruktion des Nolde’schen Bildersaales seines Seebüller Refugiums mit der Hängung von Gemälden und Aquarellen, wie sie der alte Künstler im Kriegswinter 1941/42 selbst vornahm.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die enge Kooperation mit der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, die Hauptleihgeber ist.

Eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, in Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung Seebüll, kuratiert von Bernhard Fulda, Christian Ring und Aya Soika, ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie und unterstützt durch die Friede Springer Stiftung.

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Mittwoch 10:00 - 18:00
  • Donnerstag 10:00 - 20:00
  • Freitag 10:00 - 18:00
  • Samstag-Sonntag 11:00 - 18:00
  • 1. Mai 11:00 - 18:00

Standort,

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

Preise,

Eintrittspreis 8,00 €

Hausticket inkl. Sonderausstellungen:
Regulär 14,00 €

Freier Eintritt an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr

Preis ermäßigt 4,00 €

Hausticket inkl. Sonderausstellungen:
Ermäßigt 7,00 €

Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich des vollendeten 18. Lebensjahrs ist der Eintritt in die Staatlichen Museen zu Berlin kostenfrei

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

8,00 €

Hausticket inkl. Sonderausstellungen:
Regulär 14,00 €

Freier Eintritt an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr

Preis ermäßigt

4,00 €

Hausticket inkl. Sonderausstellungen:
Ermäßigt 7,00 €

Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich des vollendeten 18. Lebensjahrs ist der Eintritt in die Staatlichen Museen zu Berlin kostenfrei

Führungsbuchungen

+49 (30) 266 42 42 42

Katalog

Zur Ausstellung erscheinen im Prestel Verlag ein reich bebilderter Essay- und Bildband (auch in einer englischen Auflage) sowie ein separater Band mit einer Chronik und über 100 Dokumenten.

Service

Servicetelefon

+49 (30) 266 42 42 42

Veranstalter

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