main content start,
Handtuch, bestickt mit Darstellungen von Häusern und Gärten, Detail, Türkei, Ende 18. Jahrhundert
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Claus Uhlendorf
Handtuch mit reicher Stickerei aus Seide, Silberfäden und Goldlahn, Detail, Türkei, 18./19. Jahrhundert
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Claus Uhlendorf
Serviette, bestickt mit Granatapfel- und Hyazinthenmotiven, Türkei, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Claus Uhlendorf

Die Sonderpräsentation im Buchkunstkabinett des Pergamonmuseums gewährt Einblicke in einen Teilbereich der reichen Textiltradition des Osmanischen Reichs: Neben Teppichen und Geweben spielten die weniger bekannten Stickereien vor allem in häuslichen Kontexten der Städte eine große Rolle. Sie waren Teil der Aussteuer einer jeden jungen Frau und wurden gleich einem Schatz verwahrt.

Die Ausstellung zeigt mit reichen Stickereien veredelte Handtücher, Servietten und Gürteltücher aus der Zeit vom 16. bis 19. Jahrhundert aus der Sammlung Borgs. Die kostbaren Arbeiten entstanden in der Regel in häuslicher Arbeit, einige besonders aufwendige Stickereien sind Werkstattarbeiten professioneller Stickerinnen.

Stickereien mit hohem Prestigewert

Gestickt wurde an einem rechteckigen Stickrahmen auf vier Beinen, vor den sich die Stickerin auf den Boden setzen konnte. Besonders fein gewebte Stoffe aus Seide, Leinen und Baumwolle kamen hier zum Einsatz. Die mit Naturfarben gefärbten Stickfäden waren meist aus Seide, hinzu kam die Verwendung von Silber- oder Goldlahn. In der Regel wurde eine Bordüre an den Kurzseiten der Tücher bestickt. Die Stickereien sind dabei so hochwertig gearbeitet, dass sie von beiden Seiten identisch aussehen und es keine Vorder- oder Rückseite gibt. Es ist anzunehmen, dass diese feinen Handtücher und Servietten niemals benutzt worden sind. Sicher scheint hingegen, dass sie vor allem als Aussteuerschatz einer Braut von Bedeutung waren und als solcher zur Schau gestellt wurden.

Tradition und Variation

Motive, Muster und Techniken dieser Stickereien wurden über Jahrhunderte weitergegeben, wobei sich neben traditioneller Ornamentik auch Trends und Moden feststellen lassen. So finden etwa ab dem 18. Jahrhundert vermehrt europäische und chinesische Vorlagen und Sticktechniken Anwendung. Bei der Betrachtung der Motive fällt die große Vorliebe für Blumen und Pflanzendarstellungen auf. Ein ausgeprägtes Interesse hierfür ist in der osmanischen Kunst bereits ab dem 16. Jahrhundert verbreitet und findet sich auf nahezu allen Materialien und in unterschiedlichen Techniken, seien es Fliesen aus Iznik, Samtstoffe aus Bursa oder die Miniaturmalerei der osmanischen Buchkunst. In den Stickereien sind die Muster derweil freier interpretiert und entfernen sich mitunter weit vom klassischen osmanischen Hofstil. Gleichzeitig lassen sich regionale Techniken und Motive bestimmen.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00

Hinweis: Im Pergamonmuseum sind die Ausstellungsbereiche Antike Architekturen, Islamische Kulturen und Vorderasien zu sehen. Wegen Sanierung ist der Pergamonaltar zurzeit nicht zugänglich. Für Originale aus Pergamon buchen Sie bitte ein Ticket für Pergamonmuseum. Das Panorama.

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

  • 1. Januar 12:00 - 18:00
  • 8. März 10:00 - 18:00
  • 24. Dezember Geschlossen
  • 25. Dezember 10:00 - 18:00
  • 26. Dezember 10:00 - 18:00
  • 31. Dezember 10:00 - 14:00

Standort,

Pergamonmuseum
Am Kupfergraben 5, Besuchereingang über James-Simon-Galerie, Bodestraße, 10117 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

E-Mail,

[javascript protected email address]

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Führungsbuchungen

+ ()

Katalog

Service

Servicetelefon

+49 (30) 266 42 42 42

Veranstalter

  • Museum für Islamische Kunst

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

Kaukasischer Drachenteppich aus dem 16. Jahrhundert
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Teßmer

Traum und Trauma

Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst

1958 werden die von der Sowjetunion beschlagnahmten Kunstwerke wieder in die Ausstellung integriert
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum

Nebukadnezar im Sozialismus

Das Vorderasiatische Museum in der DDR

Schreitender Löwe von der Prozessionsstraße, Babylon, Zeit König Nebukadnezars II., 604–562 v. Chr.
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Teßmer

Altvorderasien

Saal der römischen Architektur
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

Antike Architekturen

Markttor von Milet

Mitmachstation zur Geschichte des Schachspiels zwischen Nordafrika und Europa
© Marlene Kettner

Transkulturelle Beziehungen, globale Biografien - islamische Kunst?

Mschattasaal des Pergamonmuseums
© Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Islamische Kulturen

Eine Yogini trifft einen Asketen, Indien, 17. Jahrhundert (Detail)
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Johannes Kramer

Mystische Begegnungen

Sufis, Könige und Yogini in der indischen Miniaturmalerei

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Website-Erlebnis zu bieten. Durch Klicken auf „Alle Akzeptieren“ stimmen Sie dem zu. Unter „Ablehnen oder Einstellungen“ können Sie die Einstellungen ändern oder die Verarbeitungen ablehnen. Sie können die Cookie-Einstellungen jederzeit im Footer erneut aufrufen. 
Datenschutzerklärung | Impressum