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„Der Friede ruft die Gerechtigkeit wieder auf den Plan“ – Abraham Abramsons Medaille auf den Frieden von Amiens im Jahr 1802 befindet sich inhaltlich und chronologisch in medias res der Sammlung „Ius in nummis“. Ein Berliner Medailleur bearbeitet Europäische Themen in einer Zeit, kurz bevor der Cod…
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Johannes Eberhardt
Auf der Medaille von Robert Arondeaux hält Justitia die Waage in der Hand. Die Kronen wiegen schwerer als Schlange und Schwerter als Symbole der hingerichteten Anführer der Monmouth Rebellion gegen den König. Auf den Postamenten liegen die Köpfe des Herzogs von Monmouth und des Grafen von Argyll.
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Karsten Dahmen
Diese so genannte Volksmedaille auf die Verabschiedung der Verfassung der Zweiten Französischen Republik ließ 1848 brandaktuelle, durch in Bild und Schrift ins Zinnrelief gesetzte Informationen von Hand zu Hand gehen. Als Symbol für die Verfassung wurde Justitia, die Personifikation der Gerechtigke…
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Karsten Dahmen
Dieser sächsische Rechenpfennig aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stellt auf der Kehrseite die Begriffe „Richten“ und „Gerechtigkeit“ den Eigenschaften „Hass“ und „Neid“ gegenüber. Bezug genommen wird auf das Alte Testament (DEVTE/RONOMIAM / XVII). Die Vorderseite zeigt Justitia.
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Johannes Eberhardt
Der Medailleur Jacques-Antoine Dassier setzte 1753 Charles de Montesquieu ins Medaillenrund. In dessen Hauptwerk „De l’Esprit des lois“ von 1748 entfaltete er eine Theorie der Gewaltentrennung, die erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des modernen Verfassungsstaates hatte.
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Karsten Dahmen
Kriegerische Siegessymbolik und ein gehöriger Schuss Antikenrezeption beschwören die Einheit auf dieser Zinnmedaille von August Neuss auf die Eröffnung des ersten deutschen Parlaments im Jahre 1848: „DIE EINTRACHT FÜHRTE DAS VOLK ZUM SIEG“. Die keineswegs seltene Medaille zeigt die Spuren einer lan…
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Johannes Eberhardt
Der silberne Nachguss zur Prägemedaille von Georg Hautsch aus der Zeit um 1700 erklärt sich durch die Popularität dieses Mediums. Hier waren es Moses und die Zehn Gebote, die im beständigen Kleinrelief von Hand zu Hand gingen. Von alttestamentlicher Gesetzgebung bis zu den Menschenrechten begegnen …
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Johannes Eberhardt
Eduard Rettenmaier porträtierte in der Zeit um 1918–1923 Marie Munk, die als erste Frau in Preußen zur Assessorin ernannt wurde. Danach war sie als reichsweit zweite Rechtsanwältin tätig und wurde 1929 zur ersten (oder zweiten – das ist umstritten) Berufsrichterin Deutschlands ernannt. Sie war Mitb…
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, ex Slg. Thomas Würtenberger / Johannes Eberhardt
Gipsmodell der Bronzemedaille: Die bislang jüngste Kunstmedaille der Sammlung Würtenberger wurde 2022 von Marianne Dietz geschaffen. Sie porträtiert mit Thomas Würtenberger den Freiburger Staatsrechtler und Schenker der Sammlung „Ius in nummis“ an das Münzkabinett.
© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett / Bernhard Weisser

Die bedeutende Neuerwerbung „Ius in nummis. Die Sammlung Thomas Würtenberger“ bildet Anlass und Inhalt der Sonderausstellung des Münzkabinetts im Bode-Museum auf der Museumsinsel.

„Ius in nummis. Die Sammlung Thomas Würtenberger“ ist in ihrer Breite einzigartig. Sie wurde über den Zeitraum eines halben Jahrhunderts zusammengetragen und umfasst mehr als 3.000 Objekte – vornehmlich Medaillen und einige Münzen – mit dem Fokus auf die neuzeitliche Rechtsgeschichte Westeuropas in zunehmend globaler Perspektive. Jedes Objekt erschließt dabei ein Stück juristischer Vergangenheit.

Iūs, iūris, n. bedeutet unter anderem Recht. Regeln und Gesetze ordnen und durchdringen seit Jahrtausenden den Alltag der Menschen. Recht und Gerechtigkeit bilden dabei dynamische Spannungsfelder. Rechtshandlungen und Rechtsauffassungen gehen von Individuen aus. Rechtsstaat und Unrechtsstaat oder Verfassungsstaat und Willkürherrschaft erinnern an die Konsequenzen gelebter Wertesysteme. Die Rechtsgeschichte erkundet mittels vielfältiger Quellen Ereignisse wie Rechtssetzungen und Rechtsakte, aber auch individuelle Rechtspersonen und Rechtskulturen.

nummus -ī, m. bezeichnet eigentlich Münzen und Geldstücke, doch hat es sich bewährt, auch ein verwandtes Medium unter diesen Begriff zu fassen: die Medaille. Für die Rechtsarchäologie bietet sie eine ergiebige Primärquelle. Von Moses bis zu den Menschenrechten eröffnet die Medaillenkunst ein weites Panorama der Inszenierung von Recht.

Die Ausstellung „Ius in nummis“: Ein Sammlungsüberblick in zwölf Segmenten

Das Münzkabinett hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Sammlung Würtenberger zu verwahren und zugänglich zu machen. Die digitale Erfassung seit 2020 ist die Voraussetzung der ersten systematischen Erschließung dieses Kulturguts. Ausstellung, Katalog und Begleitprogramm sind dicht am Puls laufender Forschungsarbeiten um diese wichtige Neuerwerbung angesiedelt. Präsentiert wird zunächst die Fragestellung der Spezialsammlung „Ius in nummis“. Weiterführend geht es aber nicht zuletzt um die Erkenntnispotenziale numismatischer Quellen für die Rechtsgeschichte.

Weitgehend geschlossen überliefert, zeigen numismatische Objekte das nahezu vollständige Bild einer erfolgreichen Kulturtechnik. Je nach Materialität und Auflage exklusiv oder für Jedermann halten sie Personen, Dinge und Ereignisse fest. Als mobile und beständige Medien können Medaillen über politische, religiöse und kulturelle Barrieren hinweg von Mensch zu Mensch gehen. Und bisweilen künden die Oberflächen dieser handlichen Denkmale von wechselvollen Objektgeschichten.

Die Ausstellung bietet innerhalb des thematisch, geografisch und diachron vielfältigen Bestandes eine erste Orientierung. Zwölf Segmente präsentieren anhand von Schwerpunkten einen Sammlungsüberblick. Von Symbolen, Individuen, Strukturen, Institutionen, bis hin zu Revolutionen und Verfassungsfragen werden dabei stets weiterhin aktuelle Themen im Medaillenrund vergleichbar.

Heutige Perspektiven auf Fragen von Recht und Gerechtigkeit

Eine eigens für „Ius in nummis“ ins Leben gerufene Edition des Berliner Medailleurkreises flankiert die Ausstellung. Aktuelle Perspektiven auf die großen und kleinen Fragen von Recht und Gerechtigkeit kommentieren im Medaillenrund die Ausstellungsthemen. Beteiligt sind der Berliner Medailleurkreis sowie Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst.

Zur Ausstellung wird ein Begleitband erscheinen.

Eine Sonderausstellung des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Sonntag 10:00 - 18:00

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

  • 1. Januar 12:00 - 18:00
  • 8. März 10:00 - 18:00
  • 3. Oktober 10:00 - 18:00
  • 24. Dezember Geschlossen
  • 25. Dezember 10:00 - 18:00
  • 26. Dezember 10:00 - 18:00
  • 31. Dezember Geschlossen

Standort,

Bode-Museum
Am Kupfergraben, 10178 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

E-Mail,

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© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst/ Jörg P. Anders

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© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt

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