main content start,
© DHM
Detail des Ausstellungsplakats: violett-grü-grauer grafischer Hintergrund, darauf montiert historisches Schwarz-weiß-Foto von zwei Damen im Opernkostüm, vermutlich Walküren.

Richard Wagner hat das 19. Jahrhundert in ganz unterschiedlichen Positionen miterlebt und geprägt – als wirkmächtiger Komponist und angestellter Hofmusiker aber auch als Autor, als Revolutionär, Exilant, als Bankrotteur, als Protegé wohlhabender Mäzene und eines Königs, als Theaterreformer, als Festspielgründer. Er war nicht nur Zeuge politischer Umbrüche und Strömungen, sondern hat gesellschaftliche und emotionale Befindlichkeiten seiner Zeit registriert, aufgegriffen und (um-)gestaltet – als Künstler ebenso wie als Unternehmer. Dabei zeigt sich Wagner als Gefühlstechniker, der in einer zunehmend kommerzialisierten Welt den gesellschaftlichen Stellenwert der Kunst – und des Künstlers – neu verortete. Dafür entwickelte er Strategien, in denen Emotionen eine Hauptrolle spielen. Seine Vorstellungen vom Musikdrama als Gesamtkunstwerk waren immer auch eine Kritik an der Moderne. Sie waren damit von dem Anspruch geprägt, nicht nur den einzelnen Menschen, sondern die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit zu verändern – ein Verlangen, das sich in anderer Form und Ausprägung auch bei Karl Marx findet. Wagner war Antisemit. Wieweit seine Inszenierung von Gefühlen, seine Vorstellungen von Musik und Kunst, seine Phantasie über Unterdrückung und Erlösung sowie seine Kritik an der Moderne von diesem Antisemitismus geprägt waren oder den Antisemitismus mit ausmachten, ist bis heute umstritten. Die Ausstellung befasst sich mit Wagners Inszenierungen konkreter Gefühle und stellt die Geschichte seiner Konzeption in den Kontext des 19. Jahrhunderts zurück.

 

Öffnungszeiten,

  • Montag-Mittwoch 10:00 - 18:00
  • Donnerstag 10:00 - 20:00
  • Freitag-Sonntag 10:00 - 18:00

Zeughaus: geschlossen

Die Öffnungszeiten gelten für den Pei-Bau (Hinter dem Gießhaus 3, 10117 Berlin)

Informationen zum Besuch: https://www.dhm.de/besuch/ihr-besuch/

Standort,

Deutsches Historisches Museum
Hinter dem Gießhaus 3, 10117 Berlin

Telefon,

+49 (30) 203 04- 750 / 751

Website,

www.dhm.de/ausstellungen…

Preise,

Eintrittspreis 8,00 €

Preis ermäßigt 4,00 €

Eintritt bis 18 Jahre frei

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

8,00 €

Preis ermäßigt

4,00 €

Eintritt bis 18 Jahre frei

Familienticket

Für Informationen klicken Sie hier.

Partner beim Museumspass Berlin

Führungsbuchungen

+49 (30) 203 04-751

Katalog

Service

Veranstalter

Links

Barrierefreiheit

Weitere Ausstellungen

Karl Marx und der Kapitalismus

Herlinde Koelbl. Angela Merkel Portraits 1991 – 2021

Staatsbürgerschaften. Frankreich, Polen, Deutschland seit 1789

Roads not Taken. Eine andere deutsche Geschichte (AT)

Fortschritt als Versprechen. Industriefotografie im geteilten Deutschland (AT)