Rodin – Rilke – Hofmannsthal

Der Mensch und sein Genius

Alte Nationalgalerie

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Auguste Rodin, Der Held (Der Mensch und sein Genius), um 1896, Bronze, 39,5 x 16,5 x 17,5 cm © Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger © Nationalgalerie – SMB / Andres Kilger

Seit der Jahrhundertwende präsentiert die Nationalgalerie Schlüsselwerke des französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840–1917) wie „Der Denker“, „Das eherne Zeitalter“ und „Der Mensch und sein Gedanke“. Aus Anlass des 100. Todestages Rodins zeigt die Alte Nationalgalerie eine konzentrierte Sonderausstellung, in deren Zentrum die bisher weniger beachtete Bronzestatuette „Der Mensch und sein Genius“ steht. Die um 1896 entstandene Figurengruppe zeigt mit einem Mann, dem sich ein kleiner weiblicher Genius mit Schwingen entzieht, das Sinnbild künstlerischer Inspiration.

Diese Kleinplastik ist eng mit dem Werk zweier bedeutender Literaten verknüpft: einerseits mit Rainer Maria Rilke, der mit seinen Schriften großen Anteil an der Popularisierung Rodins in Deutschland hatte und konkret zu dieser Bronze das Gedicht „Nike“ schrieb. Andererseits mit Hugo von Hofmannsthal, der im Jahr 1900 auf seiner Parisreise in Rodins Atelier den Gipsentwurf entdeckte und deren Bronzeguss umgehend in Auftrag gab. 20 Jahre stand „Der Mensch und sein Genius“ auf dem Schreibtisch Hofmannsthals in Rodaun bei Wien, um ihn zu inspirieren. Als er in finanzielle Not geriet, war es wiederum Rilke, der die Bronze zum Kauf an den Schweizer Sammler Werner Reinhart vermittelte. Von dort gelangte sie später in die Sammlung der Nationalgalerie.

Unvollkommenheit und geistige Flüchtigkeit prägen das Werk Rodins. Es stellt sich die Frage nach der künstlerischen Handschrift und Offenheit der Interpretation in der Kunst. Rilke und Hofmannsthal erfuhren von Rodin große Anregungen, die sich in ihren Werken und in der Geschichte der kleinen Bronze widerspiegeln.

„Rodin – Rilke – Hofmannsthal. Der Mensch und sein Genius“ zeigt Rodins Meisterwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie mit zusätzlichen Leihgaben aus dem Musée Rodin in Paris und der Bremer Kunsthalle sowie Autographen, Briefen, Schriften und Fotografien aus den Nachlässen Rilkes und Hofmannsthals. Die von Maria Obenaus und Ralph Gleis kuratierte Schau ermöglicht einen neuen Blick auf das Œuvre Rodins: Die Plastik „Der Mensch und sein Genius“ wird zum Ausgangspunkt einer Reflexion über die Inspiration in den Künsten, die auch in Grafiken von Eugène Carrière und Max Klinger ablesbar ist.

Die Ausstellung ist Teil des offiziellen Veranstaltungsjahres zum 100. Todestag von Auguste Rodin: www.rodin100.org und wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

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Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Verbrecher Verlag.

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Der Raum mit den Wandbildern der Casa Bartholdy im 3. Geschoss bleibt in der Zeit vom 16. Januar bis zum 15. März 2018 aufgrund von Ausstellungsvorbereitungen geschlossen.

Der Impressionistensaal bleibt am 20.3.2018 geschlossen.

Ab 17. April bis zum 9. Mai 2018 ist das 3. Geschoss einschließlich Foyer wegen der Vorbereitung der Sonderausstellung „Wanderlust“ für Besucher nicht zugänglich.

1. Januar
12:00 - 18:00 Uhr
24. Dezember
Geschlossen
25. Dezember
10:00 - 18:00 Uhr
26. Dezember
10:00 - 18:00 Uhr
31. Dezember
Geschlossen
Eintrittspreis
10,00 €

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